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Heute Ausstellungs-Eröffnung: "Michael Gartenschläger - Leben und Sterben zwischen Deutschland und Deutschland"

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Events

Erstellt: 16.06.2017 / 10:36 von cg1

Viele Brandenburger kennen die Geschichte, von dem Häftling, der Mitte der 1960er-Jahre auf den Schornstein der Strafvollzugseinrichtung Brandenburg-Görden geklettert war und dort mit einem Ziegelstein das Wort "Hunger" angeschrieben hatte. Obwohl dieser Vorgang damals Stadtgespräch war und über viele Jahre in der Bevölkerung weiter erzählt wurde, kennt heute kaum noch jemand dessen Hintergrund. Der Häftling war Michael Gartenschläger, ein Strausberger, der mit 17 Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, weil er aus Wut über den Mauerbau systemkritische Parolen an Hauswände geschrieben und eine Feldscheune angezündet hatte.

Marius Krohn vom Industriemuseum berichtet: "Fast zehn Jahre lang verbrachte er hinter Gittern, bevor er in die Bundesrepublik verkauft wurde. Den größten Teil seiner Haft verbrachte Michael Gartenschläger in der Strafvollzugseinrichtung Brandenburg-Görden.
Nach dem Freikauf engagierte sich Michael Gartenschläger in der Bundesrepublik gegen die politischen Zustände in der DDR, vor allem gegen die Grenzanlagen, die Deutschland durchschnitten. Zwei Mal gelang es ihm, an der innerdeutschen Grenze eine Selbstschussanlage abzubauen, bevor er beim dritten Versuch von einem Spezialkommando des Staatssicherheitsdienstes erschossen wurde. Ein Spitzel hatte die Pläne verraten."

Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel nimmt den Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 zum Anlass, die Wanderausstellung "Michael Gartenschläger – Leben und Sterben zwischen Deutschland und Deutschland" der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn nach Brandenburg zu holen.

Beginn: 18 Uhr
- Begrüßung durch den Leiter des Industriemuseums Brandenburg an der Havel, Marius Krohn
- Grußwort der Leiterin der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Dr. Susan Baumgartl
- Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Dieter Voigt, einem Mithäftling und Freund Michael Gartenschlägers, moderiert von Rainer Potratz (LAkD)


Dieser Artikel wurde bereits 1924 mal aufgerufen.

Bilder


  • Von Michael Gartenschläger demontierte Selbstschussanlage [in der Ausstellung] / Foto: Industriemuseum


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Kommentare (2)

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* schrieb um 14:58 Uhr am 17.06.2017:

Wer nach der Wende 1989 geboren wurde, kann die Gefahr, in die sich Gartenschläger begab, kaum nachvollziehen oder beurteilen.
Die Verhältnisse waren damals sehr gefährlich, und wer Pech hatte, wurde in die Sowjetunion gebracht- ohne Rückkehr!

Vermeintliches Vertrauen konnte damals sehr misslich werden. Dazu taten die „Stasi- IM- Intriganten“ ihr übriges, einige sogar in der eigenen Familie.
Davon sind ja heute noch einige aktiv, wollen sogar in der Politik mitreden, sie verniedlichen ihre damaligen Untaten und meinen mit dem „Klima der Unsicherheit“ rechtschaffend gehandelt zu haben.

Pawel schrieb um 10:10 Uhr am 17.06.2017:

Was würde mich heute für eine Strafe erwarten, wenn ich systemkritische Parolen an Häuserwände oder auf Wahlplakate schreiben würde?