Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Prützker Kriegerdenkmal geschliffen

Am Totensonntag 1921, dem 20. November, weihten die Prützker nach einem Gottesdienst in der überfüllten Kirche ihr Kriegerdenkmal ein. Steinmetz Voigt aus Brandenburg hatte das Denkmal angefertigt und Pastor Wendt aus Netzen hielt die Weiherede. „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde“ steht oben auf der Vorderseite und darunter: „In Erinnerung und Dankbarkeit den Heldensöhnen des Vaterlandes. Gewidmet von der Gemeinde Prützke“.
Nicht unter den 25 Namen ist Walter Höhndorf. Das deutsche Jagdfliegerass war zwar am 10. November 1892 in Prützke geboren worden, verließ aber schon früh den Ort, und stürzte schließlich am 5. September 1917 ab. Obwohl fast jede Prützker Familie ein Opfer zu beklagen hatte, verschwand nach dem 2. Weltkrieg das Kriegerdenkmal aus dem Ortsbild, wussten die Hinterbliebenen aber immer, wo die Stele lagerte.
20.000 Mark aus dem Gemeindehaushalt investierte Prützke im Jahre 1997 in die Wiederaufstellung. Die Lehniner Schlägel Natursteine GmbH restaurierte die Stele nicht nur, sondern fügte auch die 48 Namen der Gefallenen des 2. Weltkrieges hinzu. Jeder neue Buchstabe kostete 13 DM. So kamen allein 13.000 DM zusammen. Einziges neues Element des Denkmals ist das es bekrönende Eiserne Kreuz, das trotz intensiven Suchens nicht mehr gefunden werden konnte. Der Netzener Pfarrer Manfred Hojczyk hielt dieses Mal vor gut 50 Prützkern die Weiherede.







