Der Deißner-Stein kam im Jahre 1917 in die Gollwitzer Dorfmitte

Der Deißner-Stein wurde bereits im Jahre 1917 aufgestellt. Foto: Alert
Der Deißner-Stein wurde bereits im Jahre 1917 aufgestellt. Foto: Alert

Beim Pflügen stießen die Mitarbeiter des Gutes auf den Findling, den der Verwalter mithilfe eines Lokomobils in die Dorfmitte schaffte und dann mit dem Spruch versehen ließ. Im Dorf galt der „Deißner-Stein“ als Kriegerdenkmal. Deshalb verzichtete man in den 1920er Jahren auf die Errichtung eines Kriegerdenkmales. Eine Tafel erinnerte in der Kirche an zehn gefallene Kirchenmitglieder. Der elfte fand keine Berücksichtigung, da er nicht der Kirche angehörte. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde kein Ort zum Gedenken an die nun 34 Gollwitzer Männer eingerichtet, die ihr Leben ließen.

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Im Jahre 1999 beschlossen die Abgeordneten, dass der „Deißner-Stein“, der über 80 Jahre unweit der Feuerwehr stand, auf den Dorfplatz geschafft werden soll. 2005 wurde der Dorfanger dann umgestaltet, Rasen angesät, Hecken und sieben Bäume gepflanzt. Auf beide Seiten des nun auch professionell gereinigten Steines kamen etwas kleinere Findlinge. Links der, der an die Kriege 1813/1815 und 1914/1918 erinnerte, und rechts der für den 2. Weltkrieg. Alle Namen wurden durch den Steinmetz Tobias Fischer eingemeißelt. Die Kosten in Höhe von etwa 15.000 Euro kamen von der Stadt.

Der Deißner-Stein wurde bereits im Jahre 1917 aufgestellt. Foto: Alert
Der Deißner-Stein wurde bereits im Jahre 1917 aufgestellt. Foto: Alert
Der linke Findling erinnert an die Toten der Freiheitskriege und des 1. Weltkrieges. Foto: Alert
Der linke Findling erinnert an die Toten der Freiheitskriege und des 1. Weltkrieges. Foto: Alert
An die 34 Toten des 2. Weltkrieges erinnert der rechte Stein. Foto: Alert
An die 34 Toten des 2. Weltkrieges erinnert der rechte Stein. Foto: Alert
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RFTLehndorf
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