Es braucht 295 Stufen bis zur Aussichtsplattform des Wasserturmes von Kirchmöser

Das 65 Meter hohe Bauwerk ist eigentlich recht simpel konstruiert. Zuerst wurde eine Stahlskelettkonstruktion errichtet. Darauf kam der riesige Wasserbehälter aus Stahl, der 750 Kubikmeter Wasser fasst. Darunter befindet sich eine hölzerne Kondenswasserschale. Nach der Fertigstellung der Stahlkonstruktion wurde die stählerne Konstruktion dann mit roten Klinkern ummauert. Im Inneren verfügt der Turm über sieben Geschosse.
Über eine umlaufende Innentreppe, 295 Stufen, gelangt man auf die 52,50 Meter hohe Aussichtsplattform. Ausgeführt wurden die Arbeiten durch die Firma „Boswau und Knauer“. Acht Pumpen beförderten Wasser aus dem Wendsee in den Behälter. Der Wasserturm blieb bis 1966 in Betrieb. Kurz danach wurde übrigens das Mahlenziener Wasserwerk fertiggestellt und versorgt seit April 1967 auch Kirchmöser mit Trinkwasser.
1944/45 wurde auf dem Obergeschoss des Turmes eine 2-cm-Flak installiert. Lehrlinge des Reichsbahnausbesserungswerkes mussten damals die Kanone bedienen. Nach 1945 kamen sowjetische Soldaten in den Turm, die, ausgestattet mit Maschinenpistolen, das Wasser bewachten, da die Gefahr bestand, durch vergiftetes Wasser viele Soldaten auszuschalten. Heute ist die Stadt Eigentümer der Immobilie. Das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement und der Heimat- und Telegraphenverein haben Schlüssel. Allerdings dürfen immer nur zehn Interessierte gleichzeitig auf den Turm.











































