Bürgermeister-Sohn Georg Sabinus war einer der hellsten Köpfe des 16. Jahrhunderts

Georg Sabinus auf einem zeitgenössischen Kupferstich. Foto: Archiv Alert
Georg Sabinus auf einem zeitgenössischen Kupferstich. Foto: Archiv Alert

Georg Schuler besuchte die altstädtische Stadtschule, ehe er in Wittenberg Literatur und Jura studierte. In der Zeit lernte er auch Philipp Melanchton, neben Martin Luther der wichtigste Akteur der Reformation, kennen. Und in Melanchthons Haus zugleich auch dessen Tochter Anna. Die war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwölf Jahre alt, als Georg Sabinus sich im Jahre 1534 mit ihr verlobte. Zwei Jahre später fand die Hochzeit statt. Sie war nicht nur wegen des Altersunterschiedes nicht glücklich und Anna starb bereits 1547. Die Kinder, nur drei von wohl fünf überlebten, kamen zu den Großeltern. Georg Sabinus heiratete schon bald erneut.

WerbungPape
Im Jahre 1538 wurde Georg Sabinus als Professor der Poesie und Beredsamkeit an die Frankfurter Uni berufen. Als sechs Jahre später die Königsberger Universität eingeweiht wurde, fungierte Georg Sabinus als erster Rektor. Nach einem theologischen Streit mit den Professoren kehrte er im Jahre 1855 nach Frankfurt/Oder zurück. In der Folgezeit betraute ihn der brandenburgische Kurfürst Joachim II. mit den verschiedensten diplomatischen Missionen.

In der Zwischenzeit verfasste er immer wieder lateinische und deutsche Huldigungs-, aber auch Liebesgedichte, die durchaus Anerkennung fanden. Seine historischen Abhandlungen werden heute eher kritisch beurteilt. Von einer diplomatischen Mission kehrte er im Winter 1560 bereits erkrankt aus Italien nach Frankfurt zurück. Wenige Tage später, am 2. Dezember 1560, starb er im Alter von gerade einmal 52 Jahren.

Georg Sabinus auf einem zeitgenössischen Kupferstich. Foto: Archiv Alert
Georg Sabinus auf einem zeitgenössischen Kupferstich. Foto: Archiv Alert
Dieser Artikel wurde 2.752-mal aufgerufen.
Wie fanden Sie diesen Beitrag?
RFTLehndorf
stwb