Fritze Bollmann wurde nach der Wende hin- und hergeschubst

Im Jahre 1974 wurde der Brunnen nach der Schließung des Freibades gleich zweimal demoliert, lag zuletzt der Kopf des Barbiers in der Brunnenschale. Die Stadt beauftragte daraufhin den Potsdamer Künstler Horst Misch (1931-2025) mit der Restaurierung. Zugleich kündigte die damalige Kultur-Stadträtin Gisela Rankewitz an, dass der Bollmann-Brunnen einen neuen Standort erhalten wird.
Der im November vorigen Jahres verstorbene Misch stellte 1975/76 die Bollmann-Figur wieder her und der Rathenower Steinmetzmeister Volker Roth zeichnete für den Brunnen und die mit den Strophen des Bollmann-Liedes versehenen Platten auf der Einfassung verantwortlich. Die Entwürfe für die Neugestaltung stammten von Gerhard Hermann. Erst am 20. April 1981 wurde er dann in der Hauptstraße wieder eingeweiht.
Letztlich stellte die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag, um in letzter Minute den Abbau des Brunnens zu verhindern. Der erhielt die notwendige Mehrheit. So behauptete Fritze Bollmann letztlich seinen Platz. Um ihn jedoch besser in sein Umfeld einzupassen, verschwand die Einfassung, erhielt der Brunnen ein ebenerdiges Becken. 2012 verschwand der Brunnen dann doch. Aber nur kurz, um die maroden Rohre im Boden reparieren zu können.










































