Immer montags auf dem Stuhl: Ein neuer Ort der Ruhe mitten in der Stadt

Sabine Giest überreicht Christopher Willer ein Glas ihres selbstgemachten Honigs.
Sabine Giest überreicht Christopher Willer ein Glas ihres selbstgemachten Honigs.

Sabine Giest: Ein Glas Honig aus dem eigenen Garten

Sabine ist seit etwa drei Jahren Imkerin. Nach einem Todesfall im Umfeld übernahm sie fünf Bienenvölker, die plötzlich in ihrem Garten in der Kleingartensparte "Abendrot" Am Gallberg standen. Aus Pflichtgefühl wurde Faszination – und eine sehr klare Haltung zum Honig. Sie absolvierte eine Ausbildung am Lehrbienenstand Brandenburg und betreibt heute eine kleine Imkerei Das Glas für Christopher ist ihre Geste des Dankes.

Sabine war nach ihrem Rentenbeginn im März auf der Suche nach Bewegung. Ein Fitnessstudio-Versuch scheiterte an einer Nervenentzündung. Über die Meetingpoint-Anzeige zur Schnupperstunde landete sie bei Christopher. „Ich glaube, das ist ganz wichtig in unserer hektischen Zeit, wo wir eigentlich ständig in Anspannung sind und viel zu wenig in die Entspannung kommen – beziehungsweise schon gar nicht mehr wissen, wie das geht."

Sarah Maue: „Sport für die Seele und für den Körper"

Sarah Maue, 35 Jahre alt, Mutter einer kleinen Tochter, war gestern zum zweiten Mal dabei. Seit 2019 lebt sie mit der Diagnose Immunthrombozytopenie, einer schwer behandelbaren Blutkrankheit. Ein Krankenhausaufenthalt jagt den nächsten, da ihre Blutwerte in lebensgefährliche Bereiche fallen. Dazu kam nach der Corona-Zeit noch ME/CFS. Sarah Maue ist hier in der Charité (Fatiguezentrum) mit angeschlossen. Aufgrund ihrer Erkrankungen ist es ihr kaum möglich, Sport zu treiben.

Für Sarah ist Stuhl-Yoga optimal, da sie zum Teil nicht lange stehen kann. Durch das Eigengewicht des Körpers würden Gefäße in den Beinen platzen. Auch ME/CFS trägt dazu bei, dass sie kaum Energie hat. 

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Beim Stuhl-Yoga kommt neue Energie zurück. Sarah erzählt: "Christophers Worte und Übungen, sind für mich eine große Hilfe. Ich fühle die Warmherzigkeit. Er spricht mir quasi aus der Seele. Es ist für mich zeitgleich Sport für die Seele und für den Körper. Ich nehme diese positiven Eindrücke, Entspannung und sportlichen Aspekte mit nach Hause und zum Teil auch ins Büro, denn hier lassen sich diese kleinen Übungen auch wundervoll durchführen."

Sarah schätzt, dass Christopher den Menschen ganzheitlich sieht. "Wenn die Seele krank ist, kann der Körper sich nicht heilen. Ich merke auch selbst, wie schnelllebig alles geworden ist, wie stressig. Man eilt von Termin zu Termin. Stuhlyoga ist derzeit meine Auszeit der Woche und ich fühle mich wohl."

Christopher Willer: "Ein spiritueller Bienenstock"

Christopher Willer fragt auch über den Kurs hinaus nach, wie es Sarah Maue geht. Außerdem hat er sich besonders über das Honigglas von Sabine Giest gefreut. Für ihn war es mehr als ein kleines Dankeschön: „Es war ein schönes Zeichen für mich“, sagt er. Die Geste habe ihn an eine Passage aus den Yogaschriften erinnert, die ihn schon lange begleite. Er verweist dabei auf Paramahansa Yogananda: „Es ist eure großzügige Unterstützung, eure Teilnahme und eure Hilfe, die diesen Yoga-Ort hier möglich gemacht haben. Nun kann er durch eure regelmäßigen meditativen Bemühungen zu einem spirituellen Bienenstock werden, erfüllt vom Nektar der bedingungslosen Liebe.“

Die Stuhl-Yoga-Stunde findet jeden Montag ab 17.15 Uhr im Gemeindehaus im großen Saal am Katharinenkirchplatz 2 statt. Wer sich anmelden will oder Fragen hat, kontaktiert Christopher unter 0162 3223612 oder Christopher-Willer@web.de.

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Sabine Giest überreicht Christopher Willer ein Glas ihres selbstgemachten Honigs.
Sabine Giest überreicht Christopher Willer ein Glas ihres selbstgemachten Honigs.
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