Gleich drei Wuster Brüder ließen ihr Leben im 1. Weltkrieg

Die Planungen begannen bereits im Jahre 1919. Im Herbst gab es eine große Versammlung, wobei 25 Namen ermittelt wurden, die auf das Denkmal mussten. Parallel wurden an den Haustüren Spenden eingesammelt. 3000 Mark kamen zusammen. Schnell einigte man sich auch auf den Standort: Auf dem Friedhof zwischen der Kirche und dem Schulhof. Dort standen gleich mehrere Gräber vor der Einebnung, so dass die Fläche mit Zustimmung der Kirche nutzbar war. In den Wochen nach Ostern 1920 wurden von dort Gräbereinfassungen und Fliedergestrüpp entfernt.
Bei der Suche nach einem Denkmal wurde man bei der in Brandenburg ansässigen Stein- und Bildhauerei Ed. Voigt fündig. Der hatte auf seinem Hof eine Pyramide aus Odemwaldgranit zu stehen, die eigentlich weit im Osten aufgestellt werden sollte. Doch der Kriegsverlauf hatte das nicht zugelassen. Für 700 Mark konnten die Wuster den Stein erwerben. Um Kosten zu sparen, holten die Wuster das Denkmal selbst ab. Und Wilhelm Schmitsdorff, der seinen Sohn Ernst im Krieg verloren hatte, sorgte für das Fundament.
Als am 2. Mai 1920 um 15 Uhr die Einweihungsfeier begann, war das gesamte Dorf auf den Beinen. Die Pfarrer Brexendorff und Heitz sorgten für die tröstenden Worte, der Männergesangsverein für den musikalischen Rahmen und natürlich war auch der Kriegerverein mit dabei. Prächtige Kränze lagen am Fuße des Denkmales, das bis heute von einem Eisernen Kreuz bekrönt ist. Die Leitung lag in den Händen von Gemeindevorsteher Krüger und Lehrer König. Auf einer der beiden schwarzen Granittafeln stand: „Unseren treuen, tapferen Söhnen und Brüdern zum ewigen Gedächtnis in Liebe und Dankbarkeit die Gemeinde Wust. Vergiss, mein Volk, die treuen Toten nicht! Verein ehemaliger Waffengefährten.“ Auf der oberen Tafel standen die 25 Namen.
Nach der Wende kam auf die Rückseite eine weitere Tafel mit nun sogar 41 Namen. Diese fielen im 2. Weltkrieg. Paul Eggebrecht hatte zuvor Spenden gesammelt, um die Tafel finanzieren zu können.







