Für schöne Rundblicke hunderte Stufen erklommen

Jüngste Objekte waren die mit 180 Stufen ausgestattete Friedenswarte (1974) und die Kirche in Kirchmöser-West, die 1928/29 errichtet wurde. Hier fungierten Fred Budick und seine Söhne Martin und Robert als Türmer. Bei dem fast 100 Jahre alten Zweckbau erreicht man nur über die Küche den Eingang zum 25 Meter hohen Turm. Und dann folgen – zum Teil recht schmale – 96 Stufen. Von der Plattform war dann vor allem der 60 Meter hohe Wasserturm sehr gut zu erkennen.
Das Versprechen, dem Roland vom Turm des Rathauses auf den Scheitel schauen zu können, konnte jedoch nicht erfüllt werden. Dazu hätte man die Gitter aus den Fenstern nehmen und sich weit hinauslehnen müssen. Aber auch so warteten auf die Besucher ein nicht alltägliches Erlebnis und ein luftiger Blick über die Altstadt. Und so ganz nebenbei musste man auf dem Weg zum Aufstieg auch noch den mittelalterlichen Ratssaal durchqueren. Auch das hat sich gelohnt.
Der Rathenower Mühlen- und der Rathenower Torturm wurden schon traditionell von Sportlern des FSV Viktoria betreut. Das liegt an Kerstin Neitzel. Als Mitglied in der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft hat sie vor 24 Jahren den Türmetag mit angeschoben. Da sie als Fielmann-Chefin den Sportverein immer wieder unterstützte, gibt der Verein an diesem Tag einiges zurück.
Parallel lief der Tag des offenen Denkmals. Einen regelrechten Ansturm erlebte das ehemalige Elektrizitätswerk, das seit einigen Tagen die Zahnklinik beherbergt. Die Verrückte Kapelle wurde von Schülern des Salderngymnasiums betreut, die im Rahmen eines Kunst-Seminarkurses derzeit Kunstspaziergänge durch die Stadt entwickeln. Im Inneren der Kapelle präsentierten sie erste Ergebnisse.










