Igelhilfe im Herbst: Krugpark braucht alte Zeitungen

Die Käfige müssen täglich gereinigt und neu mit Zeitungen bestückt werden, die das Laub und den natürlichen Untergrund ersetzen. Igel sind nicht sonderlich reinlich, so dass der Verbrauch an Altpapier hoch ist.
Im Herbst bereiten sich die Tiere auf den Winterschlaf vor. Da das Nahrungsangebot schon stark eingeschränkt ist, bringen aufmerksame Bürger immer häufiger junge, spät geborene Igel in das Naturschutzzentrum, damit sie sich noch Fettreserven anfressen und eine angemessene Größe erreichen können.
Nicht jeder freilaufende Igel braucht aber menschliche Hilfe. Sind die Tiere größer als eine Grapefruit oder Mango, sollte man sie ihren Weg gehen lassen. Nur Igel, die augenscheinlich zu klein oder auffällig sind, weil sie zu dünn erscheinen oder torkeln, sollten ins Naturschutzzentrum gebracht werden. Viele der abgegebenen Tiere können später wieder erfolgreich ausgewildert werden. Manche Schützlinge bleiben wegen ihrer geringen Größe lange im Krugpark.
Daneben gibt es kranke und schwerverletzte Igel. Gartenbesitzer werden deshalb gebeten, Mähroboter mit Vorsicht und Augenmaß einzusetzen. Die Geräte können zu schwersten Verletzungen führen, da sich Igel bei drohender Gefahr zusammenrollen, statt wegzulaufen.
Um den Tieren im eigenen Garten zu helfen, sind „wilde“ Ecken willkommen – mit einem Stapel aus Totholz und Laub. Auch trockenes Heu oder ausgeharktes Moos sind als Wärmedämmung des Winterquartiers beliebt. Katzenfutter und Wasser auf der Terrasse und ein gemütliches Plätzchen in der Hecke helfen oft schon aus. In der Dämmerung lassen sich die Tiere dann vielleicht sogar beobachten.
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