Stadtwald im Klimawandel: SPD nimmt Zukunftsaufgabe in den Blick

Weiter heißt es: "Mit rund 3.300 Hektar zählt der Stadtwald zu den größten kommunalen Forstflächen Brandenburgs – und zu den bedeutendsten kommunalen Zukunftsaufgaben der Stadt.

Stadtförster Thomas Meier erläuterte anschaulich die Folgen der Trockenjahre, die Herausforderungen bei der Wiederbewaldung geschädigter Flächen und die Maßnahmen, mit denen der Wald Schritt für Schritt widerstandsfähiger gemacht werden soll.

Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie aus geschädigten Flächen wieder neue Mischwälder entstehen. Neben klassischen Pflanzungen setzt der Forstbetrieb dabei auch auf natürliche Verjüngung. Teilweise kommen sogar wieder traditionelle Methoden zum Einsatz: Mit Pferden werden Furchen in die Humusschicht gezogen, um günstige Bedingungen für junge Bäume zu schaffen.

Auch die Dimension dieser Aufgabe wurde sichtbar: Allein in der vergangenen Pflanzsaison wurden rund 140.000 Setzlinge gepflanzt und etwa 20 Hektar Waldfläche neu aufgeforstet.

Die Teilnehmer erhielten außerdem Einblicke in die Anforderungen moderner Forstwirtschaft. Nachhaltige Bewirtschaftung bedeutet heute weit mehr als Holzgewinnung. Zertifizierungen, Förderprogramme und umfangreiche ökologische Standards gehören längst zum Alltag. Der Stadtwald ist unter anderem PEFC-zertifiziert und erfüllt damit anerkannte Kriterien nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

Ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Natur-, Klima- und Bürgerengagement ist der Bürgerwald am Eichendorffweg. Seit 2024 haben dort bereits zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Familien, Vereine und Unternehmen Bäume gepflanzt. Das Projekt verbindet Klimaschutz, Artenvielfalt und bürgerschaftliches Engagement auf besondere Weise und ermöglicht es, bleibende Erinnerungen mit einem konkreten Beitrag für die Natur zu verbinden.

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'Unser Stadtwald ist weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er ist Erholungsraum, Lebensraum und Teil unserer kommunalen Identität', erklärte Dr. Steiner. Die Exkursion habe eindrucksvoll gezeigt, mit welchem Engagement und welcher Fachkompetenz die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Forstbetriebs diese Verantwortung wahrnehmen.

Der sanierte Standort bietet moderne Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Die feierliche Eröffnung ist für Anfang Juli vorgesehen.

Außerdem zeigte sich, dass die Entwicklung des Stadtwaldes eng mit einem ausgewogenen Wildtiermanagement verknüpft ist. Um Verbissschäden an jungen Bäumen zu begrenzen, bleibt die Regulierung der Wildbestände eine dauerhafte Aufgabe. Hierzu setzt die Stadt auf die Zusammenarbeit mit Jagdberechtigten sowie auf ergänzende jagdliche Angebote. Gerade mit Blick auf die Anpassung des Waldes an den Klimawandel wird dieses Zusammenspiel künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

'Die Exkursion hat gezeigt, dass die Entwicklung unseres Stadtwaldes eine Generationenaufgabe ist. Klimaanpassung, Naturschutz und Erholung müssen dauerhaft gemeinsam gedacht werden', ergänzte Geiseler.

Für Steiner und Geiseler hat die Exkursion deutlich gemacht: Der Stadtwald ist nicht nur ein wichtiger Naturraum, sondern auch ein Ort der Begegnung, der Umweltbildung und des bürgerschaftlichen Engagements. Kooperationen mit Schulen, Vereinen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern sollten deshalb weiter ausgebaut werden, um junge Menschen frühzeitig für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz zu begeistern.

Die SPD bedankt sich beim Team des städtischen Forstbetriebs, beim Reit- und Fahrverein Brandenburg an der Havel sowie bei allen Beteiligten für die informative und gelungene Veranstaltung."


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RFTLehndorf
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