Drohnenabwehrzentrum in Hohenstücken: BWS-Fraktion übt harte Kritik

Weiter heißt es: "BSW-Kreisvorsitzende Heidi Hauffe kommentiert: ‘Es ist ein Unding, dass Heidelberger Druck eine Produktionsstätte in unserer Region auf militärische Zwecke ausrichtet, anstatt in zukunftsorientierte zivile Technologien zu investieren – und dass Oberbürgermeister Daniel Keip hierzu applaudiert. Wir erwarten, dass die Politik endlich auf eine wirtschaftliche Entwicklung setzt, die neue Arbeitsplätze schafft und die Industrie auf friedliche, gesellschaftlich nützliche und nachhaltige Bereiche ausrichtet. Zumal ein solches ’Kompetenzzentrum' auch ein Risikofaktor für unsere Stadt sein kann. Die Kriege in der Ukraine oder im Iran zeigen nämlich deutlich: Im Falle einer Eskalation werden solche zentralen Kompetenz-, Forschungs- und Produktionszentren zu primären Zielen für gegnerische Raketen.'

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Stellvertretender BSW-Kreisvorsitzender Dominik Mikhalkevich, selbst in Hohenstücken wohnhaft, ergänzt: 'Hohenstücken wurde seit der Wende systematisch heruntergewirtschaftet. Das ehemalige Einkaufszentrum am Tschirchdamm und das dazugehörige Parkhaus verfallen immer weiter, die verlassene Anlage mit einem ehemaligen chinesischen Restaurant und einem Friseur in der Nähe der Gebrüder-Grimm-Grundschule schaut gespenstisch drein. Die günstigen und praktischen DDR-Wohnungsbestände wurden in den letzten Jahren teilweise abgerissen, die Arbeitslosenzahlen sind vergleichsweise hoch. Die Menschen fühlen sich abgehängt, wählen überproportional AfD oder gehen gar nicht erst zur Wahl. Anstatt unserem Stadtteil realitätsferne Hoffnungen im Rahmen der Kriegswirtschaft zu machen, sollte der neue Oberbürgermeister Hohenstücken zivil und nachhaltig weiterentwickeln und z.B. die Ansiedlung von kleinen, lokalen Unternehmen fördern, die verstärkt Hohenstückener als Arbeitskräfte einstellen.'

Andreas Kutsche, Beisitzer im BSW-Kreisvorstand und Landtagsabgeordneter aus Brandenburg an der Havel, resümiert: 'Die Herstellung von Rüstungsgütern hat mit nachhaltigem Wirtschaften nichts zu tun. Investitionen in militärische Produktion sind totes Kapital. Es ist eine zynische Politik, den zivilen Industriesektor politisch z.B. durch die verrückte Sanktionspolitik abzubauen und zu destabilisieren, um dann die wegfallenden Industriearbeitsplätze in der Konsumgüterproduktion mit Arbeitsplätzen in der Kriegswirtschaft zu kompensieren. Die Beschäftigten haben dabei keine Wahl und sind auf ihren Lohn angewiesen, denn sie haben schließlich sich oder eine Familie zu ernähren.'"


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RFTLehndorf
stwb