Japanische Tuschkunst im Fläming: Erste Einzelausstellung von Monika Ruppel

Foto: Monika Ruppel / (c) privat
Foto: Monika Ruppel / (c) privat

„Der Pinsel tanzt entweder oder er tanzt nicht“
Seit zehn Jahren beschäftigt sich Monika Ruppel intensiv mit der traditionellen Tuschmalerei. „Acryl verzeiht und ist manipulierbar, Tusche nicht. Der Pinsel tanzt entweder oder er tanzt nicht. Ein Bild ist ein Versuch“, erklärt Monika Ruppel. Der Ausstellungstitel verweist auf den Prozess: Der Weg entsteht im Tun. Laut Monika Ruppel sei jeder Pinselstrich zugleich Entscheidung und Erfahrung und die Tuschmalerei weit mehr als eine künstlerische Technik. Sie verstehe sie mehr als eine Form der Meditation. Zur Sumi-e-Kunst fand sie damals auf einer ihrer zahlreichen Asienreisen.

Seit 35 Jahren arbeitet Monika Ruppel als Schmuckdesignerin. Beruflich ist sie viel gereist, besonders oft nach Asien. Diese langjährige Verbindung prägt bis heute ihren Blick auf Kunst und Ästhetik, auf einfache Formen und reduziertes Design. Gold als Werkstoff und Material zieht sich wie ein roter Faden durch Monika Ruppels Schaffen als Malerin und Schmuckdesignerin. Viele Bilder veredelt sie mit 24-karätigem Gold und verbindet darin traditionelle Sumi-e-Technik mit ihrer eigenen Beobachtung. Motive wie Vögel, Blumen, Bambus und Landschaft treffen auf abstrakte Formen. Zuletzt stellte sie ihre Sumi-e-Kunst bei Gruppenausstellungen in Berlin, in der japanischen Botschaft in Bern sowie im National Art Center in Tokio aus. Mit ihrer ersten Einzelausstellung im Landhaus Alte Schmiede lädt Monika Ruppel zu einer Entdeckungsreise in die Tuschkunst in den Hohen Fläming ein.

WerbungPape

Über die Künstlerin
Monika Ruppel ist studierte Schmuckdesignerin und lebt und arbeitet seit 1978 überwiegend in Berlin. Konzentration, Spontanität und Reduktion in Verbindung prägen ihr künstlerisches Schaffen ebenso wie ihre Arbeiten als Schmuckdesignerin. Sie beschäftigt sich seit ihrer Jugend mit Kunst, lernte vor allem in Asien viele Techniken und Ansätze kennen. Zwei Monate widmete sie sich auf Java der Batik, lernte Kalligrafie in Hongkong und Singapur kennen, Bali-Aufenthalte prägten ihren Sinn für Zen-Kunst. Berufliche Reisen brachten sie in Japan mit dem Wabi-Sabi in Kontakt. Seit zehn Jahren lernt sie bei der Berliner Meisterin Rita Böhm.


Eckdaten:
- Die Ausstellung kann zu den Restaurant-Öffnungszeiten besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die gezeigten Werke sind käuflich zu erwerben.
- Öffnungszeiten:
Mo.–Fr.: 18–21 Uhr
Sa. & Feiertag: 12–21 Uhr
So.: 12–17 Uhr
- Ort: Landhaus Alte Schmiede, Dorfstraße 13, 14823 Niemegk-Lühnsdorf,
- Tel. 033843 9220

Foto: Monika Ruppel / (c) privat
Foto: Monika Ruppel / (c) privat
Tuschekunst / (c) Monika Ruppel
Tuschekunst / (c) Monika Ruppel
Tuschekunst IV / (c) Monika Ruppel
Tuschekunst IV / (c) Monika Ruppel
Dieser Artikel wurde 1.433-mal aufgerufen.
RFTLehndorf
stwb