Leserbrief: Mehr als Deutschunterricht / Wie ein BBAG-Kurs neue Perspektiven eröffnet

Dabei ging es nicht nur um Sprache, sondern auch um den Austausch von Erfahrungen, das gegenseitige Kennenlernen und das Verständnis unterschiedlicher Kulturen. Gerade diese Vielfalt macht solche Kurse besonders wertvoll.
Begleitet wurde der Kurs von zwei engagierten Lehrkräften: Edgar Meier, Dozent für Deutsch und Englisch, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam sowie Lehrkraft an der VHS Potsdam, und Iglika Verständig, Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache und Diplom-Musikerin. Mit ihrer Fachkompetenz, Geduld und ihrem persönlichen Engagement schufen sie eine angenehme Lernatmosphäre, in der sich alle Teilnehmenden wohlfühlen konnten.
Traditionell endet ein Sprachkurs bei der BBAG nicht nur mit dem Unterricht. Nach einer gemeinsamen Abschlussrunde besuchte die Gruppe die Technische Hochschule Brandenburg.
Während der Exkursion wurden die Teilnehmenden von Mitarbeitenden der Technischen Hochschule Brandenburg begrüßt und lernten den Campus kennen. Sie besichtigten die Maschinenhalle, erhielten Einblicke in moderne Lehr- und Lernräume und erfuhren, wie praxisorientiert an der Hochschule gearbeitet und studiert wird. Anschließend besuchten sie die Offene Werkstatt, in der eigene Projekte verwirklicht und praktische Fähigkeiten entwickelt werden können.
Ein besonderes Highlight des Besuchs war der Workshop zum 3D-Modellieren in der Offenen Werkstatt. Mit dem Programm Tinkercad entwarfen die Teilnehmenden ihren eigenen Einkaufswagen-Chip und konnten diesen anschließend mit einem 3D-Drucker herstellen. So wurde deutlich, dass moderne Technologien oft viel zugänglicher sind, als man zunächst vermutet.
Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie offen die Technische Hochschule Brandenburg Interessierten Einblicke in ihre Studien-, Forschungs- und Praxisangebote ermöglicht und damit neue Perspektiven für den weiteren Bildungsweg eröffnet. Warum gehören solche Exkursionen fest zum Konzept der BBAG? Für Iglika Verständig ist die Antwort eindeutig: Sprache muss erlebt werden. Gemeinsame Aktivitäten bieten die Möglichkeit, Deutsch in realen Alltagssituationen anzuwenden, das Land und seine Kultur besser kennenzulernen und gleichzeitig mehr Sicherheit im Umgang mit der Sprache zu gewinnen.
Auch die Wahl der Technischen Hochschule Brandenburg war bewusst getroffen. Wie Iglika Verständig erklärt, richtet sich der B2-Berufssprachkurs bereits stärker auf die berufliche und akademische Zukunft der Teilnehmenden. Der Besuch zeigte, welche Bildungswege in Deutschland offenstehen, welche Studienmöglichkeiten es gibt und welche Perspektiven sich daraus entwickeln können. Gleichzeitig lernten die Teilnehmenden die offene Werkstatt der Hochschule kennen, in der praktische Projekte verwirklicht und handwerkliche Fähigkeiten weiterentwickelt werden können.
Eine besondere Atmosphäre prägte auch den Unterricht von Edgar Meier. Viele Teilnehmende schätzten seinen Humor und seine offene Art. Er selbst sagt dazu: „Humor ist gewissermaßen auch eine Sprache, die jede und jeder verstehen kann.“ Gemeinsames Lachen könne gerade nach anspruchsvollen Grammatikthemen helfen, Anspannung abzubauen und das Lernen leichter und angenehmer zu machen.
Edgar Meier betont außerdem, dass auch er selbst von internationalen Lerngruppen profitiert. Unterschiedliche Lebensgeschichten, Perspektiven und Kulturen machten jede Gruppe einzigartig und eröffneten auch ihm immer wieder neue Blickwinkel.
Die Exkursion machte einmal mehr deutlich, wie vielfältig Brandenburg an der Havel ist. Die Stadt verbindet ihre reiche Geschichte und ihr architektonisches Erbe mit moderner Bildung, innovativen Technologien und zahlreichen kulturellen Initiativen. Gerade diese Verbindung macht Brandenburg an der Havel zu einem attraktiven Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten.
Für die Teilnehmenden ist der Unterricht nun beendet. Als nächster wichtiger Schritt steht die B2-Prüfung bevor. Die Lehrkräfte wünschen allen viel Erfolg, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Mut, ihren Weg in Deutschland weiterzugehen.
Diesen Wünschen kann man sich nur anschließen. Möge die erfolgreiche B2-Prüfung der Beginn neuer Möglichkeiten sein. Der BBAG e.V., seinen Lehrkräften sowie der Technischen Hochschule Brandenburg wünschen wir weiterhin viel Erfolg, spannende Projekte und viele weitere gemeinsame Initiativen, die Menschen neue Bildungs- und Zukunftsperspektiven eröffnen.
Bitte beachten: Meldungen in der Rubrik „Leserbriefe“ geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sie sind ein persönlicher Text des jeweiligen Verfassers.









































