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Sport-Aktivität liegt im Bundesdurchschnitt / Erste Umfrageergebnisse zur Sportentwicklungsplanung vorgestellt

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 15.06.2022 / 19:01 Uhr von rb
Die Brandenburger sind sportlich ganz gut drauf. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Auswertung der im vergangenen Jahr gestarteten Umfrage zur Sportentwicklungsplanung in der Havelstadt. So betätigen sich 80 Prozent aller Brandenburger Einwohner in irgendeiner Form sportlich. Dabei halten sich die weiblichen und männlichen Anteile etwa die Waage, so Konstantin Heinrich Pape, vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung in Potsdam (INSPO), dem Leiter dieses Projektes.

Zur Diskussion und Vorstellung der ersten Ergebnisse der Umfrage traf sich die Steuerungsgruppe „Sportentwicklungsplanung“ der Stadt am Dienstag auf der Regattastrecke am Beetzsee. Kernpunkt war vor der internen Beratungsrunde die öffentliche Präsentation der bisherigen Ergebnisse durch Projektleiter  Konstantin Heinrich Pape. Er präsentierte hauptsächlich die Ergebnisse der Bürgerbefragung. Insgesamt haben von den 6.600 angeschriebenen Einwohnern 1.079 geantwortet. Das sind etwa 16 Prozent Rücklauf, die zu einer aussagekräftigen Analyse ausreichen. Davon konnten wiederum 965 Fragebögen in die Auswertung einbezogen werden.

Die Ergebnisse zur Befragung der Sportvereine und Schulen sowie anderen Einrichtungen ist noch in der Auswertung und wurde nur teilweise in die Präsentation einbezogen. Insgesamt war ein Ergebnis deutlich: Im Bundesvergleich schneiden die Havelstädter nicht schlecht ab, sondern stehen in den meisten Kategorien in etwa auf  Höhe des Bundesdurchschnittes. Zu den Hauptmotiven für sportliche Aktivitäten gehören persönliches Wohlbefinden, Spaß am Sport, Fit sein und der Gesundheitsfaktor. Ebenso wurde die soziale Komponente der Sportvereine in der Bürgerbefragung deutlich.

Zu den Formen der Aktivitäten sagten 50 Prozent, dass sie bewegungsaktiv seien. Als sportaktiv bezeichnen sich 30 Prozent und nur 20 Prozent der Brandenburger sehen sich selbst als inaktiv. Dennoch zeichnete sich in der Befragung ab, dass in der Altersgruppe von 10 bis 26 Jahren sich am wenigsten sportlich betätigen wird. Dabei sind es bei den Mädchen die 10 bis 18-Jährigen und bei den Jungen die 19- bis 26-Jährigen. Das sieht Pape als Problemgruppe. Mithin stellt sich hier auch die Frage, wo wohnen die Personengruppen und welche Möglichkeiten befinden sich in direktem Umfeld.

Ein weiterer Aspekt war die Frage, was ist aktiv? Die Weltgesundheitsbehörde WHO sagt dazu, dass man regelmäßig mit moderatem Sport und leichtem Schwitzen betätigen soll. Doch dies erreichen in Brandenburg nicht einmal 60 Prozent. Weniger als 50 Prozent erreichen gar das Minimalziel in der Belastung. Fazit: Die Brandenburger sollten mehr machen. Dabei seien auch die Sportvereine gefragt, sich zu öffnen und Angebote zu schaffen, um vor allem Inaktive zu motivieren, damit sie wieder (oder überhaupt) aktiv werden. Deren Gründe liegen überwiegend in der Begründung keine Zeit, gesundheitliche Probleme oder sie hätten genug Bewegung.

In den Sport- und Bewegungsaktivitäten der Brandenburger liegt mit 47 Prozent Fahrradfahren vorn, gefolgt von Fitness- und Kraftsport mit 25 Prozent. Dabei sind 71 Prozent nicht organisiert unterwegs. Kommerzielle Angebote nutzen 12 Prozent, in Vereinen betätigen sich 11 Prozent und 6 Prozent betätigen sich anderweitig. Ähnlich sieht es bei den Orten der Aktivitäten aus. Hier dominieren mit 27 Prozent die öffentlichen Orte und Gewässer sowie mit 26 Prozent Straßen und Radwege. Zuhause treiben 10 Prozent Sport.

Diese Ergebnisse sind allerdings nur ein Teil der Befragung, die aber auch schon jetzt erste Anregungen aufzeigen. Dazu gehören der Ausbau der Radwege und wohnortsnaher Sportstätten sowie die Modernisierung kommunaler Sportplätze. Insgesamt sollten die Kernsportanlagen modernisiert oder saniert werden und die besonders zu aktivierenden Zielgruppen müssen verstärkt eingebunden werden. Viel Arbeit für die Sportentwickler der Stadt und eine Aufgabe, die über die nächsten Jahre zu lösen ist.

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