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Kein TV, Internet & Telefon: Warum in Bad Belzig das Netz immer wieder ausfällt

PR-Artikel
  • Erstellt: 21.09.2022 / 12:00 Uhr von Anzeige
In den letzten Monaten kam es in Bad Belzig wiederholt zu Netzstörungen. Internetausfälle und Einschränkungen beim Fernsehen oder Telefonieren sind nicht nur für die Kunden des Netzbetreibers ärgerlich. Das Netz werde zwar rund um die Uhr überwacht, betont RFT-Geschäftsführer Stefan Tiemann im Interview. Doch Ausfälle seien nur in wenigen Fällen auf technisches Versagen zurückzuführen. Lesen Sie mehr über die Hintergründe der Netzausfälle in Bad Belzig.

Warum kommt es immer wieder zu Netzstörungen, Herr Tiemann?
Stefan Tiemann: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Immer häufiger kommt es vor, dass einzelne Glasfaserkabel oder Hauptleitungen bei Tiefbauarbeiten durchtrennt werden. Doch mit diesem Problem sind wir nicht allein. Viele Netzbetreiber sind mehr oder weniger regelmäßig mit Schäden durch Tiefbauarbeiten konfrontiert. Netzausfälle durch technische Komplikationen sind bei uns eher selten. Unser Netz ist redundant, d. h. die zentrale Netztechnik ist doppelt vorhanden. Fällt eine Netzkomponente aus, übernimmt die andere sofort dessen Funktion. Oft finden sich die Ursachen innerhalb der Netzstrecken unserer Vordienstleister.

Welche Ursache haben die Netzausfälle und Einschränkungen in Bad Belzig?
Stefan Tiemann: Zuerst einmal bedauern wir die Ausfälle bzw. Unterbrechungen sehr. Gleichzeitig möchte ich mich bei unseren Kunden für die Geduld und ihr Verständnis bedanken. In Bad Belzig haben wir es, zusätzlich zu den genannten Gründen, mit einer besonderen Problemlage zu tun. In den letzten Monaten gab es dort vermehrt Stromausfälle, die zum Ausfall unserer PoPs (Point of Presence) – d. h. wichtigen Knotenpunkten innerhalb des Glasfasernetzes – geführt haben. Selbstverständlich sind diese Knotenpunkte mit starken Notstromspeichern ausgestattet, sodass der Betrieb ohne Strom für einige Zeit weiterlaufen kann. Dauert der Stromausfall länger, reichen auch diese Reserven nicht mehr aus.

In einigen Gegenden gab es keinen Stromausfall, trotzdem konnte man weder fernsehen noch telefonieren oder das Internet nutzen.
Stefan Tiemann: Das ist richtig. Über einen PoP versorgen wir bis zu 3.000 Haushalte, meist in verschiedenen Stadtteilen. Nehmen wir einmal an, es gibt einen längeren Stromausfall in Stadtteil A. In diesem Stadtteil steht auch unser PoP. Unsere Kunden dort wissen, aufgrund des fehlenden Stroms, warum der Empfang von TV, Internet und Telefon unterbrochen ist. In anderen Stadtteilen, die normalerweise auch durch den ausgefallenen PoP versorgt werden, haben Kunden vom Stromausfall im Stadtteil A möglicherweise nichts mitbekommen. Sie wundern sich jedoch, weshalb sie weder fernsehen noch Internet empfangen und nicht über das Festnetz telefonieren können. In solchen Fällen sind uns die Hände gebunden. Leider dauert es nach einem Stromausfall noch eine Weile, bis alle Technikkomponenten hochgefahren und im Einsatz sind. Das kann man sich wie bei einem Computer vorstellen, den man runtergefahren hat. Dieser braucht dann auch einige Zeit, bis er wieder vollständig betriebsbereit ist. Sprich, wenn zuhause das Licht angeht, dauert es unter Umständen noch etwas, bis unsere Dienste wieder zur Verfügung stehen.

Wird es in absehbarer Zeit eine Lösung für dieses Problem geben? Wenn ja, wie wird diese aussehen?
Stefan Tiemann: Wir werden zunächst Gespräche mit den hiesigen Stromversorgern führen und gleichzeitig versuchen unsere Notstromkapazitäten zu erhöhen. Aufgrund der aktuellen Marktlage für Technikprodukte ist das eine große Herausforderung. Zudem werden wir unser Redundanzkonzept anpassen, sodass Ausfälle in Zukunft auf ein Minimum reduziert werden. Diese Maßnahmen nehmen leider einige Zeit in Anspruch. Daher kann ich unsere Kunden nur bitten, uns auch weiterhin die Treue zu halten und diese Übergangszeit gemeinsam mit uns durchzustehen.

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