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Landesklassenspitzenreiter aus dem Pokal gekegelt

Sport
  • Erstellt: 26.09.2022 / 20:01 Uhr von Martin Terstegge
Die BSG Stahl Brandenburg war an diesem Wochenende keine gute Adresse für die gegnerischen Teams in den Pokalwettbewerben. Nachdem die 1. Männer am Samstag den Lokalrivalen BSC Süd 05 aus dem Landespokal warfen, erlitt das gleiche Schicksal das Team von Blau-Gelb Falkensee im Kreispokal Havelland. Es zog gegen die 2. Vertretung der BSG Stahl Brandenburg mit 0:2 den Kürzeren.

Trainer Lars Bauer musste auf Carsten Handke, Philipp Otto, Fabian Dahms und Arnold Nkouamou Nana verzichten, bekam dafür aus der 1. Mannschaft Kevin Peschel, Finn Niklas Spirius und Torhüter Alexander Tarnow. Die Gäste reisten als Primus der Landesklasse West an, holten bisher aus vier Spielen, vier Siege. Von der scheinbaren Qualität war auf dem schmalen Platz 2 wenig zu sehen. In der Anfangsphase erspielten sie sich noch ein Übergewicht, stellten mit ihrem wendigen Stürmer Benjamin Baur die Stahl-Abwehr vor einige Probleme. Doch nach einer Viertelstunde drehte sich das Blatt, die Gastgeber fanden ihren Rhythmus und erspielten sich durch ihr kluges, präzises Passspiel einige gute Chancen. Zweimal haten die Stahlfans schon den Torjubel auf den Lippen, doch Peschel und Spirius vergaben ihre Einschussmöglichkeiten. Auf der Gegenseite hatten die Platzherren aber auch Glück, bei einem Pfostenknaller der Falkenseer.

Nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild, die Brandenburger die gefährlichere Mannschaft, aber ohne das Glück im Abschluss. So fand Spirius seinen Meister im Gästetorwart Lars Hahne (49.), wie auch Gideon Ikechwuku Nkwocha (55.). Die Blau-Gelben hatten in der 50. Und 62. Minute ihre Möglichkeiten zur Führung. Bei der ersten rauschte das Leder am rechten Pfosten vorbei, bei der zweiten verhinderte Torhüter Tarnow den Einschlag.

In der 77. Minute folgte die kurioseste Szene des Tages. Nach einem schönen Spielzug traf Nkwocha nur den linken Posten, den Abpraller jagte Peschel ebenfalls an den Pfosten, der Ball kam erneut zu Nkwocha und erneut verhinderte die Torumrandung den Einschlag. Die drohende Verlängerung hätte Kevin Peschel fünf Minuten später verhindern können, doch nach einem mustergültigen Konter scheiterte er erneut an Hahne. In der ersten Hälfte der Verlängerung erspielte sich der Favorit ein leichtes Übergewicht, kam aber nur zu einer echten Großchance, die Tarnow (96.) glänzend vereitelte. In den letzten 15 Minuten machten aber wieder die Gastgeber das Spiel, von Kräfteverschleiß keine Spur, die Spieler stellten sich jeden erdenklichen Zweikampf. Und die Stahlreserve hatte die Gelegenheiten die Partie für sich zu entscheiden, Nkwocha blieb aber an Hahne (112.) hängen und Peschel traf den Ball in der 115. Minute nicht richtig.

Auf der Gegenseite hieß es in der 113. Minute kräftig durchatmen, als Alexander Tarnow zweimal hintereinander retten musste. In der 119. Minute dann ein langer Pass auf den eingewechselten Dani Joubraeal, der an der Strafraumkante mit Torhüter Hahne zusammen rasselte. Joubraeal musste vom Platz getragen werden und dann entschied der Schiedsrichter, nachdem er sich lang mit seinem Assistenten beraten hatte, auf Strafstoß, plus der gelben Karte für Hahne. Das rief heftige Proteste bei den Falkenseern hervor, die an der Entscheidung nichts änderten. Stürmer Baur holte sich zunächst die gelbe Karte ab, weil er der Aufforderung des Unparteiischen nicht nachkam seine Position seitlich des Sechzehners zu verlassen. Dies quittierte er mit noch mehr Protesten, so dass er förmlich um die Gelb-Rote Karte bettelte. Eugen Klassen ließ sich von der Hektik nicht beirren, verwandelte den Strafstoß sicher. Aufgrund der langen Unterbrechung ließ der Schiedsrichter sechs Minuten nachspielen und sorgte so für die große Bühne des ebenfalls eingewechselten Tim Ajdnik. Ihm wurde in der 126. Minute der Ball von Spirius perfekt in den Lauf gespielt und zog von der Strafraumkante ab. Der Ball ging zweimal an die Lattenunterkante, bis er endgültig zum 2:0-Endstand im Tor liegen blieb.

Trainer Lars Bauer sprach seiner Mannschaft ein großes Kompliment aus, für eine überragende taktische und disziplinierte Leistung. Auch der Gegner erkannte das verdiente Weiterkommen des „Underdogs“ an.

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