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Torhungrige Stahl-Frauen

Sport
  • Erstellt: 04.10.2022 / 07:01 Uhr von Martin Terstegge
Am Freitagabend kamen die Fußballerinnen der BSG Stahl Brandenburg in ihrem Heimspiel gegen den SV Falkensee/Finkenkrug zu einem deutlichen 16:0-Erfolg. Selbst Trainer Oliver Gühne zeigte sich überrascht über die Höhe des Sieges. Er sorgte aber zuvor für Überraschungen bei seiner Startaufstellung. Ohne den Gegner diskreditieren zu wollen, bot er doch die Chance für Experimente. Gühne beorderte zum Beispiel Fabienne Wendt ins Sturmzentrum und stellte Nathalie Säger direkt dahinter auf. Tanja Lehmann ließ er auf der Bank, dafür durften die jungen Frieda Moderegger und Vanessa Bünger ...

... vom Anpfiff an ihr Talent beweisen, wie auch Celina Pflanz im Kasten der BSG Stahl. Die Torsteherin ist stets mit viel Elan beim Training, hatte sich diesen Einsatz verdient.

Den Torreigen eröffnete Marlen Wodtke in der 5. Minute. Dann zeigte Säger, dass die Variante mit ihr im vordersten Mittelfeld, durchaus vielversprechend ist. Von der 10. bis zur 26. Minute erzielte sie drei Treffer zum 6:0-Zwischenstand, unterbrochen nur durch Livia Bauers 5:0 in der 25. Minute. Sie wurde immer wieder profitabel in Szene gesetzt, häufig durch Wendt, die als Stürmerin zwar ohne Torerfolg blieb, dafür aber glänzend vorbereitete.

In der Schlussphase der ersten Hälfte zahlte dann auch Bürger das in ihr gesetzte Vertrauen zurück. Trainer Gühne hatte in seinem Matchplan vorgesehen, dass man der schnellen Außenspielerin, die Bälle in den Lauf spielen sollte. Dies gelang in der 38., 41. und 45. Minute, so dass der Vorsprung zur Pause auf 9:0 anwuchs.

Kurz vor der Halbzeit rückte Torfrau Pflanz in den Fokus, als sie bei einem Konter durch rechtzeitiges Herauslaufen die Chance unterband. Ansonsten verlebte sie einen ruhigen Abend. Das lag jedoch nicht daran, dass die Gäste nicht gewillt waren mitzuspielen. Über die gesamten 90 Minuten steckten sie nie auf, standen aber gegen die Brandenburgerinnen auf verlorenem Posten. Hatten die Stahl-Frauen vor ein paar Jahren noch ein Motivationsproblem für die zweite Hälfte bei einer hohen Pausenführung, gingen sie am Freitagabend mit dem Wiederanpfiff wieder auf Torejagd. Patricia Kriltz hatte dann gleich eine gute Möglichkeit im Strafraum, doch ein Foulspiel, man kann auch schreiben sie wurde „umgesenst“, verhinderte ihren Torerfolg. Den holte Nathalie Säger mit dem verwandelten Elfmeter (50.) zum 10:0 nach. Kurz darauf durften Lehmann, Anja Seelhoff sowie Jette-Hedy Strehlau (57.) von der Bank kommend am Spielbetrieb teilnehmen. Sie fügten sich prima ins Mannschaftsgefüge ein, der Rhythmus ging nicht verloren. Bauer markierte in der 58. Minute entschlossen das 11:0, dann herrschte für zwölf Minuten eine „Torflaute“ auf dem Rasen. Nicht aus Mangel an Gelegenheiten, die Präzision im Abschluss fehlte. Als Erste stellte Wodtke (70.) ihr „Visier“ wieder besser ein, dann folgten im kurzen Abstand Säger mit ihrem fünften Treffer (72.) und Seelhoff (75.).

Im Laufe des zweiten Durchgangs wuchs bei den Falkenseerinnen scheinbar der Frust, griffen immer mehr zu unsportlichen Mitteln, die Schiedsrichter Jens Granat nicht entschlossen unterband. Er beließ es bei nur einer Verwarnung (80.). Zum Glück trug keine Stahlspielerin eine Verletzung nach dem zum Teil überharten Einsteigen davon. In der 80. Minute traf die eingewechselte Strehlau zum 15:0, und Wodtke freute sich in der 88. Minute über ihr drittes Tor. Kurz vor dem Abpfiff erwischte es Strehlau im Gästestrafraum. Granat zeigte auf den Punkt und die Gefoulte sollte sich selbst „rächen“. Strehlau jagte aber den Ball an die Latte, so blieb es beim 16:0.

Trainer Oliver Gühne zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden und dass auch die Umstellungen gefruchtet haben: „Das zeigt den Spielerinnen, dass ich Alternativen habe. Keine ist gesetzt, den Sprung in die Startelf muss man sich durch Fleiß beim Training und in den Spielen erarbeiten.“

Kommenden Sonntag (9. Oktober/13 Uhr) ist der Neuling SV Grün-Weiß Ahrensfelde zu Gast im Stadion am Quenz. Die Grün-Weißen freuten sich an diesem Sonntag über zwei späte Tore im Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC, die den ersten Saisonsieg (2:0) bedeuteten.

Bilder

Ein Archivbild von Jette-Hedy Strehlau.
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