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Kurz vor den Tarifverhandlungen: Petition mit 443 Unterschriften von Klinikmitarbeitern an Steffen Scheller übergeben

Aus der Stadt
  • Erstellt: 23.01.2023 / 18:01 Uhr von rb
Am Dienstag beginnen die ersten Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst. Dabei geht es für die rund 1.000 Beschäftigten des Klinikums und für bundesweit ca. 2,5 Mio. Beschäftigten um 10,5 Prozent mehr Lohn oder mindestens aber 500 € pro Monat mehr sowie um 200€ mehr für Auszubildende und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung. Die Laufzeit des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst soll bei 12 Monaten liegen. Um ihren Forderungen bereits im Vorfeld Nachdruck zu verleihen, überreichte am Montagnachmittag die Gewerkschaft ver.di dem Oberbürgermeister als Gesellschafts-Vertreter des Klinikums eine Petition der Beschäftigten des Brandenburger Klinikums.

Die Mehrheit der nichtärztlichen Beschäftigten hat sich an einem sogenannten Stärketest beteiligt und hat sich mit ihrer Unterschrift hinter die Forderungen zur anstehenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst gestellt. Insgesamt wurden 443 Unterschriften gesammelt. Symbolisch erhielt der Oberbürgermeister ein Transparent mit den Unterschriften vor dem Haupteingang des Klinikums im Beisein von Vertretern des Klinikums und der Gewerkschaft ver.di. „In Zeiten einer sehr hohen Inflationsrate ist es nur folgerichtig, dass die Beschäftigten sich hinter die Forderungen stellen und mit diesem Auftakt deutlichen machen, wie geschlossen und entschlossen sie die Tarifrunde anpacken“, erklärte dazu Torsten Schulz, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.

„Was am Ende rauskommt, wissen wir nicht. Es wird mehr sein, als es derzeit ist. Und das ist auch richtig. Das muss auch so sein. Die 10,5 Prozent oder 500 € pro Monat, die da drauf stehen, hätte ich auch unterschrieben, wenn ich an der Stelle jetzt nur Arbeitnehmerinteressen zu vertreten hätte. Aber es geht natürlich auch darum zu schauen, inwieweit das tatsächlich geleistet werden kann“, so Steffen Scheller bei der Unterschriftenübergabe. Er selber sei in den Tarifverhandlungen nicht dabei, aber Vertreter der Stadt Brandenburg an der Havel, als Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband.

Im Rahmen der Verhandlungen werde auf jeden Fall Landrat Roger Lewandowski aus dem Havelland, er ist auch Vorsitzender der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) und Klaus Dieter Klaproth als Geschäftsführer mit dabei sein. So vertrete Roger Lewandowski auch das Land Brandenburg mit im VKA, sei also unmittelbar in der Verhandlungsdelegation mit dabei. Scheller will das Thema in den nächsten Tagen noch einmal mit Roger Lewandowski beraten. Es gebe ein großes Verständnis für die berechtigten Forderungen nach angemessener Entlohnung, gerade von Mitarbeiterinnen in Krankenhäusern.

„Was ich mir natürlich wünsche ist, dass wir keine Arbeitskämpfe ausführen müssen, dass man keine Arbeitskampfmaßnahmen im weiteren brauchen. Aber das hängt natürlich sicherlich auch von dem Verhandlungsgeschick nicht nur der Vertreter von der VKA, sondern auch von ver.di ab“, so Scheller weiter. 443 Unterschriften sei eine tolle Anzahl für die Forderungen. „Ja, ich sage mal, da haben Sie sich wahrscheinlich auch mächtig im Unternehmen stark gemacht. Ja, und wie gesagt, ich kann keine Versprechen machen und drücke Ihnen die Daumen, dass ein optimales Ergebnis für Sie rauskommt. Natürlich, aber eben auch mit Blick auf die Situation der Arbeitgeber soll das auch noch leistbar bleiben“, erklärte der Oberbürgermeister vor Ort.

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