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Nabu und Grüne: Breiter Zuspruch für Wiesen-Petition - weitere Stimmen nötig

Politik
  • Erstellt: 30.10.2023 / 18:01 Uhr von Stadtpolitik
Der Nabu Regionalverband Brandenburg/Havel und der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg haben folgende gemeinsame Erklärung veröffentlicht: “In wenigen Wochen haben sich über 500 Brandenburgerinnen und Brandenburger im Rahmen der Petition „Brandenburg summt: Wildblumenwiesen erhalten, Bienen schützen!“ für einen Erhalt der Initiative ausgesprochen. Ein wachsender Teil der Stadtbevölkerung steht damit für den Artenschutz und für schönere Grünflächen in Brandenburg an der Havel ein. Obwohl die SVV im September auf Antrag der CDU praktisch das Ende der Wildblumenwiesen in unserer Stadt beschlossen hat, läuft die [Petition] weiter, denn ihre Ziele bleiben aktuell, und der Wunsch so vieler Bürgerinnen und Bürger muss der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt werden.”
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Und weiter heißt es: "Um das Quorum (inoffizielles Quorum der Plattform OpenPetition) von 990 Unterschriften zu erreichen, werden auf der Plattform OpenPetition weiter Unterschriften gesammelt: Stichwort: "Brandenburg summt": Wildblumenwiesen erhalten, Bienen schützen!“.
Inzwischen liegen auch in vielen Geschäften in der Stadt Unterschriftenlisten in Papierform aus, damit noch mehr Menschen erreicht werden können.
Einwände sprechen von Uninformiertheit
Ein Einwand, der in den vergangenen Wochen mehrfach gegen „Brandenburg summt“ vorgebracht wurde, lautet: Die Grünflächen sehen einfach unordentlich aus! Dazu gibt es zwei Dinge zu bemerken. Erstens haben viele ungepflegte Flächen in der Stadt nichts mit der Initiative zu tun und sind einfach nur ungepflegte Rasenlächen. Und zweitens benötigen auch Wildblumenwiesen regelmäßige Pflege, die jedoch von der Stadt ebenfalls vernachlässigt wurde.
Es gibt Lösungen für beide Probleme
Den Wunsch nach gepflegten Grünflächen können viele Personen nachvollziehen, die unsere Petition unterzeichnet haben. Er steht jedoch nicht wie behauptet im Widerspruch zum Artenschutz mithilfe von Wildblumenwiesen. Beides benötigt mehr Pflege, als die Stadt bisher geleistet hat. Eine bessere und sachlichere Differenzierung wäre hier wünschenswert. Selbstverständlich kann die Stadt eine Mischung aus repräsentativen Rasenflächen, sauber angelegten Beeten und vielfältigen Wildblumenwiesen haben. Jedoch braucht jede Art von Grünfläche eine gezielte und sachgemäße Bewirtschaftung.
Wie kann es unserer Meinung nach weitergehen?
Die Stadt braucht statt der pauschalen Radikallösung der CDU ein umfassendes Konzept und mehr Mittel für die städtischen Grünflächen. Ein echtes Konzept und gezielte Ansätze für alle Arten von Grünflächen könnten viele Missverständnisse rund um „Brandenburg summt“ vermeiden. Was wir mit unserer Petition erreichen wollen, ist, dass die Stadt sich ein solches Konzept überlegt. Und davon können dann sowohl Rasenflächen und Beete als auch Wildblumenwiesen profitieren.
Der breite Zuspruch für unsere Petition hat uns gezeigt, dass viele Brandenburgerinnen und Brandenburger die Initiative „Brandenburg summt“ und ihre Wildblumenwiesen schätzen. Auch zahlreiche Menschen von außerhalb, die unsere Stadt besucht haben, haben sich beteiligt und viel Lob für unsere Wildblumenwiesen gefunden. Darauf wollen wir die Stadtverordneten bis zum Ende dieses Jahres aufmerksam machen und sie auffordern, sich sachlich und zielgerichtet mit den Problemen rund um unsere Grünflächen zu beschäftigen.
Stefanie Kinsky Geschäftsführerin Nabu Regionalverband Brandenburg/Havel
Matthias Schulz Kreisgeschäftsführer, Bündnis 90/Die Grünen


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.
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