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Schritt zur Sanierung: Industriemuseum erhält Förderzusage

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 26.02.2024 / 17:01 Uhr von ht
Das Industriemuseum in Brandenburg hat Grund zur Freude: Ein erster Schritt hin zur Wiederöffnung ist gemacht. Der Trägerverein hat Fördergelder des Landes Brandenburg erhalten, um den Schaden an der Decke der MEBRA-Halle begutachten zu können, der im vergangenen Juli entdeckt wurde.
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Am 21. Juli 2023, fast genau 73 Jahre nach dem Ersten Abstich, fielen kleine Brocken aus der Betondecke der MEBRA-Halle. Es stellte sich heraus, dass der Armierungsstahl einiger Betonelemente im Inneren Rostschäden aufwies. Um diese Schäden zu untersuchen und die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung festzulegen, hatte der Förderverein Fördermittel beantragt.

Am Freitag traf der Zuwendungsbescheid des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg ein. Die Stadt Brandenburg beteiligt sich ebenfalls an den Kosten, und über 2.000 Euro wurden von Brandenburgern gespendet.

Die Förderzusage ermöglicht es, den Auftrag zur Begutachtung schnell zu erteilen. Es wird etwa vier bis fünf Wochen dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Anschließend wird die Sanierung der Hallendecke in Angriff genommen. "Wir hoffen, dass die Sanierung in mehreren Schritten erfolgen kann und wir so die Möglichkeit haben, das Museum wenigstens teilweise wieder zu öffnen", so Museumsleiter Marius Krohn.

Währenddessen wurde die Zeit der Schließung seit Oktober 2023 genutzt, um die Museumswerkstatt auszubauen. Die Hoffnung besteht, dass zumindest die Arbeit mit Schulen wieder aufgenommen werden kann, da die Werkstatt in einem geschützten Bereich liegt.

Die vielen Anfragen von Schulen und Reisegruppen müssen derzeit leider abgelehnt werden. Doch das Museum setzt auf alternative Angebote außerhalb der MEBRA-Halle, wie Zeitzeugencafés und Handwerkerstände. Zum Beispiel bietet die West-Kirche Kirchmöser um 14 Uhr am kommenden Donnerstag Raum für das Zeitzeugencafé zum Walzwerk „Willy Becker“.

Bilder

Quelle: Industriemuseum
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