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Schützenfest im Stadion am Quenz

Sport
  • Erstellt: 27.05.2024 / 08:30 Uhr von Martin Terstegge
Das es so einfach würde gegen den Birkenwerder BC 1908 hätten die 1. Männer der BSG Stahl Brandenburg nicht erwartet. Die BBC-Elf steckt mitten im Abstiegskampf, doch die Gegenwehr war im Prinzip nach dem 0:2 durch Leon Sitz in der 13. Minute erloschen. Bereits nach 36 Minuten stand das 7:0-Halbzeitergebnis fest. Das Niveau konnten die Gastgeber, beinah schon erwartungsgemäß, im zweiten Durchgang nicht fortführen, es reichte aber noch zum zweistelligen Endergebnis.
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Dabei hatten die Brandenburger leichte Startprobleme, die Pässe in die Spitze kamen nicht an. Dafür wurde die erste gute Chance gleich genutzt. Eine Flanke von rechts erreichte Sebastian Hoyer, der in den Strafraum startete und überlegt ins lange Eck abschloss. Nur zwei Minuten später ein katastrophales Missverständnis in der Gästeabwehr, Leon Sitz bedankte sich mit dem 0:2. Keine Ahnung, was sich Birkenwerder vorgenommen hatte, aber der Plan war früh über dem Haufen geworfen.

Die Gäste begannen mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und die Stahl-Fußballer legte eine enorme Effektivität an den Tag. Das muntere Toreschießen setzte in der 22. Minute Timm Renner fort, der im Nachschuss am schnellsten reagierte. Drei Minuten später leitete Elias Große das 4:0 ein. Seine Flanke wurde gerade noch zur Ecke geklärt. Daraus traf Maximilian Glomm per Kopfball den linken Pfosten, den Abpraller verwandelte Erik Sauser per „Köpfchen“ zum 4:0. Die Platzherren ließen nun Ball und Gegner laufen, irgendwann ergab sich die Lücke zum Abschluss. So wie nach einer halben Stunde als Pascal Karaterzi sah, dass das rechte Toreck frei war und er den Ball aus 20 Meter genau dorthin zirkelte. Kurz darauf traf er per Kopfball nur den Pfosten, als er von einer Flanke Jin Sugita profitierte.

Es sollte aber nicht viel Zeit zum nächsten Treffer vergehen. Im nächsten Angriff vollendete Hoyer zum 6:0 (34.). Nur zwei Minuten später ging es mal wieder viel zu schnell für die BBC-Abwehr, Renner wurde gefoult, der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kararterzi, links oben in den Winkel zum 7:0. Kurz vor der Pause bekamen dann die Gäste ihre erste Gelegenheit. Ein Freistoß aus 20 Meter ging links über die Latte, Torwart Felix Baitz war aber auch in der Ecke. Mehr hatte Birkenwerder nicht zu bieten. Auch ihr Top-Torjäger Ron Hass, der immerhin schon 19 Tore erzielte, fiel nur durch eine Frustattacke gegen Glomm auf, ansonsten blieb er abgemeldet.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts sah es zunächst so aus, als ob die Gastgeber dran blieben, wie auch vom Trainerstab in der Kabine gefordert. In der 55. Minute hatten die zur Pause eingewechselten Maksymilian Boczek und Diego Lima De Mello die erste gute Szene der zweiten Hälfte. Boczek spielte den Ball zurück an die Strafraumgrenze, wo der Brasilianer sofort abzog, das Ziel aber knapp verpasste. Nach einer Stunde versandete das Stahl-Angriffsspiel. Sie versuchten es viel zu kompliziert, anstatt mit ihren einfachen Ballstafetten weiter erfolgreich zu operieren. Die vielen Ballverluste machte es den Gästen einfach ihren Sechzehner zu verteidigen.

Und weil ihnen die Platzherren die Räume boten, kamen sie nun häufiger in die Hälfte der BSG, beziehungsweise auch in den Strafraum. Doch bis auf eine Situation in der 63. Minute, wo Elias Große im letzten Moment am rechten Pfosten klärte, überstanden die Brandenburger die „Druckphase“ schadlos. Doch die mehr als 400 Zuschauer wollten nicht nur die Null hinten sehen, sondern ein zweistelliges Ergebnis. Und da rann die Zeit davon.

In der 74. Minute hatte Sauer ein Einsehen. Nach dem die BBC-Abwehr die Szene nicht geklärt bekam, kam ein Pass auf den Kopf Adrian Jaskolas, der legte für Erik Sauer auf, der das Leder unter den Querbalken hämmerte. Nun war der Elan in der Stahl-Elf wieder entfacht. In der 81. Minute schloss Lima De Mello aus spitzem Winkel zum 9:0 ab. Er besorgte auch den 10:0-Endstand in der 90. Minute, als er aus 16 Metern via linken Innenpfosten traf. Unmittelbar danach pfiff der Unparteiische die ungleiche Partie ab. Trainer Aaron Müller sah zwei verschiedene Hälften: „Der erste Durchgang war fast perfekt, da führten wir auch in der Höhe verdient. In der Pause haben wir gesagt, nicht das Tempo herauszunehmen, was uns nicht gelungen ist. Das scheint irgendwie auch menschlich, wenn man so deutlich führt, geht die Spannung verloren. Aber wir hatten in der Kabine ein zweistelliges Ergebnis gefordert und das hat die Mannschaft auch geliefert.“

Am kommenden Sonnabend (1. Juni) kommt es in Altlüdersdorf zum Spitzenspiel der Landesliga Nord. Um die Minimalchance zum Aufstieg zu erhalten, ist dort ein Sieg Pflicht.

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