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ASB Brandenburg blickt auf 35 Jahre zurück – Festakt im Audimax der THB

Aus der Stadt
  • Erstellt: 29.06.2025 / 16:01 Uhr von rb
Am Samstag wurde im Audimax der Technischen Hochschule Brandenburg ordentlich gefeiert. Eingeladen dazu hatte der ASB-Ortsverband Brandenburg an der Havel, denn der ist in diesem Jahr hier bereits 35 Jahre aktiv. Nur wenige Monate nach dem Fall der Mauer fanden sich am 24. März 1990 sieben Brandenburger zusammen und gründeten den Ortsverband, der sich bis heute zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der Havelstadt entwickelte. So sind aktuell rund 200 Beschäftigte in den verschiedensten Bereichen des ASB in der Stadt und im Landkreis Potsdam-Mittelmark tätig.
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Bereits am 13. Juli 1990 folgte die Eintragung ins Vereinsregister. Die ersten hauptamtlichen Mitarbeiter traten am 1. Dezember 1990 ihren Dienst an, damals noch in einem kleinen Büro im Stadtzentrum. Schnell entwickelte sich der Ortsverband und ist heute am ehesten durch ihre rot-gelben Transporter zu erkennen, mit dem auch der Name ASB deutlich sichtbar hinaus getragen wird. Inzwischen gibt es mehrere Bereiche im Ortsverband. Dazu gehören die Pflegedienste, der Fahrdienst, das Seniorenforum oder die speziellen Einrichtungen, wie das Pflegeheim Dahlen, die Kindertagesstätten, das Betreute Wohnen und die besonderen Wohnformen.

Am Samstag wurde nun ausgiebig das Jubiläum gefeiert und dabei auch an die einstigen Gründungsmitglieder wie den unvergessenen Siegfried Mende oder Pfarrer Frank Herkommer, damals Vorstandsmitglied des ASB Kaiserslautern, gedacht. Ebenso erinnerte Karina Knoppe, Geschäftsführerin des ASB Brandenburg, an Deta Tomkowiak, eine langjährige Begleiterin und Verantwortliche im Ortsverband und auch Landesvorsitzende. Weiter berichtete die Geschäftsführerin über die Entwicklung des Ortsverbandes und ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen damit.

Selbstverständlich waren zu solch einem Festtag auch Ehrengäste eingeladen. Oberbürgermeister Steffen Scheller erinnerte noch einmal an die Entstehung des ASB von der ersten Hilfe bis zur heutigen großen Gemeinschaft. Er bezeichnete die damalige Initiative als wegweisend, die die Nothilfe für Menschen geprägt habe. „Ihr Einsatz, ihr Engagement ist das Herzstück des Verbandes. Der ASB ist ein verlässlicher Partner der Stadt“, so das Stadtoberhaupt. Das ergänzte die Beigeordnete Alexandra Adel in ihrem Grußwort mit dem Verweis darauf, dass der ASB dazu beiträgt, das der Weg der Teilhabe für Menschen mit Behinderung weiter geebnet werde.

Der Amtsdirektor des Amtes Ziesar, Karsten Gericke, zog gar Parallelen zur Gründerzeit 1888 und dem Jahr 1990. „Es war jeweils die Zeit der Aufbruchstimmung. Ich persönlich wünsche mir noch viele Jahre gemeinsamer Arbeit und verspreche ihnen immer offene Türen und offene Ohren für ihre Sorgen und Probleme“, so Gericke.

Gastrednerin der Jubiläumsfeier war Cindy Schönknecht, die Geschäftsführerin des Landesverbandes Brandenburg. Sie berichtete von ihrem Weg zum ASB, der untrennbar mit Deta Tomkowiak verbunden und für sie auch wegweisend war. „Es ist beeindruckend, was hier in diesen 35 Jahren von allen Mitarbeitern aufgebaut wurde,“ so Schönknecht. Gleichzeitig erinnerte sie an das Projekt Wünschewagen, das 2016 in Brandenburg ins Leben gerufen wurde und bis heute ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im ASB ist.

Im Anschluss stellten die einzelnen Leiter ihre Bereiche näher vor. Da ist der Fahrdienst, der heute täglich 200 Fahrten absolviert, was 50.500 Fahrten mit rund 600.000 Kilometern im Jahr bedeutet. Geleistet wird das von 27 Mitarbeitern und elf Sonderfahrzeugen. Oder das Pflegeheim Dahlen mit seinen vier Wohnbereichen. Hier finden bei Vollbelegung 73 Menschen Platz, die von 60 Mitarbeitern rund um die Uhr betreut werden. Zum Ortsverband gehören auch die beiden Kita´s „Stoppelhopser auf der Scholle und „Weinbergspatzen“ in Göttin. Hier finden insgesamt über 80 Kinder tagsüber eine Heimstatt. Weiter gehören die Begegnungsstätte in der Roas-Luxemburg-Straße, die Wohnstätten Dahlen und die Wohnstätte „Lichtblick“ auf dem Görden dazu.

Zur Feier hatten sich aber auch Bewohner einiges einfallen lassen. So trugen Mitglieder des Bewohnerschaftsrates ein selbst geschriebenes Gedicht vor. Für Margitta Spaller und Dr. Christian Schuster gab es dann noch eine besondere Ehrung. Beide wurden für ihr langjähriges Engagement mit dem ASB-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Später wurde dann gemeinsam gefeiert, viel getanzt und die Gelegenheit für das ein oder andere Gespräch genutzt.

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