Logo

Marienberg Open Air: Wenn die Freilichtbühne durch Sandtheater ein eigener Kosmos wird

Theater
  • Erstellt: 21.07.2025 / 16:01 Uhr von rb
Am Sonntag hatte das Brandenburger Theater im Rahmen des Kultursommers 2025 und der Veranstaltungsreihe „Marienberg Open Air“ gleich zu zwei Programmpunkten eingeladen. Für die ganze Familie zeigte das Sandtheater Dresden am frühen Nachmittag die Geschichte „Der kleine Prinz“ in Sand gemalt von Olga Lysytskain und einer szenischen Lesung von Ronny Krappmann. Die Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry handelt von einem Piloten, der nach einer Notlandung in der Sahara auf den kleinen Prinzen trifft und mit ihm außergewöhnliche Erlebnisse während ihres Kennenlernens teilt.
Anzeige

Mit ihrer Sandmalkunst hebt Olga Lysytskain die Geschichte auf eine ebenso ungewöhnliche wie beeindruckende Ebene. Der plötzliche Schritt in die Vergangenheit und das daraus hervorgehende Schaffen von etwas völlig Neuem könnten wohl kaum eindrucksvoller dargestellt werden. Es glich einem Wunder, wie die junge Künstlerin, die aus der Ukraine kommend seit einigen Jahren in Deutschland lebt, es verstand, mit großem Schwung oder auch kleinsten Fingerstupsern ein eben noch bestehendes Bild in ein gänzlich anderes zu verwandeln.

Begleitet wurde ihre Sandmalerei dabei durch Ronny Krappmann, der als Erzähler, die Geschichte vom kleinen Prinzen dem Publikum vorlas. Aber nicht nur das. Mit seiner einfühlsamen Stimme, schlüpfte er auch gekonnt in die Figuren der Geschichte und begeisterte das Publikum. Zum Finale holte er dann noch einmal das Publikum mit einer phantastischen Gesangseinlage ab. So verwandelte sich die Freilichtbühne bereits am frühen Nachmittag in einen Kosmos, in dem Akteure wie Publikum in eine ganz eigene Welt eintauchten.

Am späten Nachmittag lud das Sandtheater ein zu einer musikalischen Reise durch die Filmwelt. Zu Filmmelodien von Hans Zimmer, dem wohl legendärsten Filmkomponisten aller Zeiten, brachte Olga Lysytskain Szenenbilder bekannter Kino-Blockbuster, wie „Fluch der Karibik“, „The Da Vinci Code“, „Interstellar“, „Last Samurai“, „James Bond“ oder „Der König der Löwen“ auf die Leinwand. Ihre Sandmalerei beeindruckte das Publikum so sehr, das es immer wieder vom enttäuschten „Oh“ wegen dem scheidenden Bild zum erstaunten Beifall für das neu entstandene Bild wie im Rausch wechselte.

Seit 2009 kleiden die „Sandartisten“ des Sandtheaters Dresden die Sandmalerei in ein neues Gewand und begeistern ihr Publikum mit ihrer ganz speziellen Kunst, die leider viel zu schnell immer wieder so vergänglich ist. Populär gemacht hat die Sandmalerei so richtig Natalya Netselya mit ihrem Auftritt in der RTL-Show „Das Supertalent“. Daraus resultierten inzwischen viele neue Projekte für die Sandkünstler unter der künstlerischen Leitung von Regisseur und Impresario Dimitrij Sacharow.

Am heutigen Montag und am Dienstag ist dann zum Kultursommer auf der Freilichtbühne Kinozeit. Heute Abend läuft ab 19 Uhr der Psychothriller „Black Swan“ aus dem Jahr 2010, der von den Brandenburger als Wunschfilm gewählt wurde. Am Dienstagvormittag gibt es dann um 10 Uhr für die kleinen Kultursommer-Fans „Pippi Langstrumpf mit „Pippi außer Rand und Band“. Am Abend gibt es für die Großen um 19 Uhr den Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zu sehen. Kurzentschlossene erhalten auch noch an der Abendkasse Karten.

Alle Infos zum Kultursommer und zum Kartenvorverkauf gibt es hier: [Klick].

Bilder

Dieser Artikel wurde bereits 3.337 mal aufgerufen.

Werbung