Die Plattform ermöglicht es den Nutzern, ihre Entdeckungen schnell und einfach zu teilen. In diesem Jahr wurden bereits über 430 Funde verzeichnet. „Oft wird die Art zufällig bei der Gartenarbeit, auf dem Balkon, bei einer Radtour, beim Biergartenbesuch oder manchmal als Schwarzfahrerin in der Berliner S-Bahn entdeckt. Die Vielzahl an zufälligen Einzelfunden sind unsere Datengrundlage. Ohne die vielen Meldungen, wäre das Projekt nicht durchführbar“, erklärt Dr. Dirk Berger, Entomologe am Naturkundemuseum Potsdam und Initiator des Projekts.
Die Europäische Gottesanbeterin, eine wärmeliebende Art, breitet sich seit den frühen 2000er Jahren immer weiter nach Norden aus. 2007 wurde sie erstmals in Brandenburg gesichtet, mittlerweile ist sie in allen Landkreisen des Bundeslandes sowie in allen Bezirken Berlins präsent. Die meisten Meldungen kommen aus den südlichen Regionen Brandenburgs, während aus den nördlichen Landkreisen wie der Uckermark und der Prignitz nur wenige Funde gemeldet wurden. In Berlin sind die Bezirke Treptow-Köpenick und Steglitz-Zehlendorf besonders attraktiv für die Gottesanbeterinnen.
Das Naturkundemuseum Potsdam bittet weiterhin darum, alle Funde über das Meldeportal zu melden, um die Ausbreitung der Art genau zu dokumentieren.
Für die Teilnahme müssen nur wenige Schritte beachtet werden: Ein Foto des Fundes wird auf [
gottesanbeterin-gesucht.de] hochgeladen, der Fundort auf der Karte markiert und das Datum der Entdeckung ergänzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch können sich Interessierte bei Bedarf eine Rückmeldung per E-Mail zuschicken lassen.