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Erfolgsgeschichte: Kleingärtner feiern 35 Jahre ihres Kreisverbandes

Aus der Stadt
  • Erstellt: 14.10.2025 / 20:01 Uhr von rb
In den meisten Gärten in der Stadt Brandenburg an der Havel zieht nun wieder so langsam etwas Ruhe ein, Grund genug endlich auch einmal zu feiern. Mit seinem 35-jährigen Bestehen feierte am Wochenende der Kreisverband Brandenburg/Havel der Gartenfreunde e.V. ein nicht unwichtiges Jubiläum. Gleich nach der Wiedervereinigung war es für die Kleingärtner notwendig sich neu zu orientieren. Immerhin waren und sind sie eine nicht wegzudenkende Größe. Zudem wurden die Kleingärten bereits zu DDR-Zeiten als wichtige Freizeitstätte gefördert. Heute gibt es in der Havelstadt 95 Vereine mit 5.300 Parzellen. Rund 25.000 Menschen sind in der Stadt auf die ein oder andere Art mit den Kleingärten verbunden.
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Begrüßt wurden die Gäste der Feier im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses von Uwe Trütschler, dem stellvertretenden Vereinsvorsitzende. Er betonte die kameradschaftliche Arbeit der Kleingartenvereine, durch die vor 35 Jahren die Umstellung vom damailgen DDR-Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) zum Kreisverband der Gartenfreunde gelingen konnte. Ihm folgte der Vorsitzende des Kreisverbandes und 1. Vorsitzende des Landesverbandes Fred Schenk mit einem Blick zurück in 35 Jahre Verbandsgeschichte.

So begann man damals im ersten freigewählten Vorstand mit 15 Mitgliedern, darunter nur zwei Frauen. Inzwischen hat sich das geändert. Heute gibt es sieben Vorstandsmitglieder, aber immer noch mit zwei Frauen. Er erinnerte daran, dass man plötzlich für Geld alles bekommen konnte und auf den Parzellen plötzlich ein gewaltiger Bauboom herrschte, der mitunter nicht immer rechtssicher gewesen sei. Auch neue Begriffsbestimmungen sorgten für jede Menge rechtliche Auseinandersetzungen. So die Fragen, was zählt in die Ein-Drittel-Regelung oder was bedeutet Erholungsnutzung. Hier hob er Rechtsanwalt Frank Schwarz hervor, der seither und bis heute als juristischer Beistand dem Kreisverbandes zur Seite steht.

Grußworte brachte Oberbürgermeister Steffen Scheller aus der Stadtverwaltung mit. Das Jubiläum sei ein eindrucksvoller Beweis für das Engagement, die Ausdauer und die Leidenschaft, mit der die Kleingärtner und der Kreisverband sich seit Jahrzehnten für das Kleingartenwesen einsetzen. Kleingärten erfüllen eine zentrale soziale und ökologische Funktion, betonte er. Die entstehende Kleingartenentwicklungskonzeption sieht der Oberbürgermeister dabei als ein zukunftsweisendes Projekt an.

„Sie wird den Fahrplan für die kommenden Jahre darstellen und ist nur dank der aktiven Mitwirkung des Kreisverbandes möglich. Dafür gilt Ihnen ein besonderer Dank“, so das Stadtoberhaupt. Gleichzeitig sprach er das Angebot aus, dass die Stadtverwaltung weiterhin ein verlässlicher Partner an derer Seite sein werde. Man wolle die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kreisverband fortführen und intensivieren. Das bei der Umsetzung der Entwicklungskonzeption, bei Fragen der Flächennutzung und bei der Unterstützung des Ehrenamts.

Danach war es auch Zeit, einige Ehrungen vorzunehmen. Für den ältesten gültigen Pachtvertrag, datiert auf den 20. Oktober 1959, wurden Elfriede und Wolf Raue vom Kleingartenverein „Feierabend“ geehrt. Mit der Ehrennadel des Landesverbandes in Gold für besondere Verdienste wurden Antje Kotte, Kornelia Bohlmann und Michael Biene geehrt. Zudem gab es einen herzlichen Dank und Blumen für die Mitarbeiter der Geschäftsführung. Eine besondere Ehre wurde Uwe Trütschler zuteil. Er durfte sich ins Goldene Ehrenbuch des Landesverbandes der Gartenfreunde eintragen. Das ist die höchste Ehre, die der Landesverband verleiht.

Eingeladen hatten sich die Kleingärtner auch die aktuellen Kandidaten der am 9. November stattfindenden Wahl zum neuen Oberbürgermeister der Havelstadt. Alle stellten sich zunächst vor, bevor sie später jeder zwei Fragen der Kleingärtner beantworteten. Bemerkenswert war, das jeder der Kandidaten auch eine Verbindung zu den Kleingärtnern herstellen konnte. Sei es als selbst Beteiligter oder aus den Erinnerungen aus der Kindheit heraus. Aber alle hatten wohl gut zugehört und wussten um die Stärke der Kleingärtner.

Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, bevor es zum weiteren gemütlichen Teil mit Beisammensein und Gesprächen ging. Sabine Beier lud die Anwesenden zu einer Phantasiereise ein, wie die Feier wohl heute ablaufen würde, hätte der VKSK noch das Sagen. Für Lacher war gesorgt und auch für manche Erinnerung und für Fred Schenk gab es noch eine symbolische „Pionierauszeichnung“. Musikalisch umrahmten Katharina Burges und Sebastian Pietsch die Festveranstaltung.

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