Die Oberschule Nord ist seit Freitag „Schule ohne Rassismus und mit Courage“. Deutschlandweit gehören mittlerweile über 4900 Schulen zu dem Netzwerk. „Im Land gibt es 117 und in der Stadt nach dem Saldern-Gymnasium und der Fachhochschule für Soziales jetzt drei“, verriet die Landeskoordinatorin Andrea Rauch. Und sie betonte: „Jetzt geht die Arbeit erst richtig los“. In der Schule wird ab Montag eine Tafel hängen, an der man Probleme benennen kann.
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Die Enthüllung des Schildes durch die Schülerinnen Rasha und Clarissa fand im Rahmen eines Lichterfestes statt. Schüler, Lehrer und Eltern kamen an diesem Tag erst am Nachmittag in die Schule, wo verschiedene Hütten und Pavillons weihnachtliches boten. Gemeinsam hatte man im Vorfeld gebastelt und gebacken. Als Partner hatte man sich den Bürgerbeirat ins Boot geholt, der im offiziellen Teil durch Anja Weinkauf vertreten war.
„Wir wollen mit dieser Veranstaltung mehr Licht in die dunkle Jahreszeit holen“, so die Schulleiterin Claudia Wernicke. Das funktionierte beim Drohnenfoto schon ganz gut. Die Schüler bildeten ein „SOR“ und machten die Taschenlampen in ihren Handys an. Mitschüler Lian Kirchner steuerte mit seinem Vater die Drohne. Als Pate für den neuen Titel konnte der bekannte Kampfsportler Sebastian „Satu“ Kopke gewonnen werden. „Ich habe viel von Menschen aus anderen Ländern gelernt“, so Satu, der enge Beziehungen zu der Schule unterhält.
In der OS Nord sind derzeit 17 Klassen mit 422 Schülern untergebracht. Schulleiterin Claudia Wernicke hat sich die Mühe gemacht zu ermitteln, wie viele Nationen in der Oberschule Nord vertreten sind. Es sind sage und schreibe 24. Und für die Schüler steht im Dezember noch ein kleiner Höhepunkt auf dem Programm: Das Weihnachtssingen in der St. Gotthardtkirche.
Sogar der künftige Bürgermeister Daniel Keip war gekommen. „Die Schüler sind in acht Jahren schließlich alle wahlberechtigt“, meinte der SPD-Mann mit einem Schmunzeln. Er hat noch bis zum Amtsantritt am 1. März drei Monate Zeit, um sich auf sein neues Amt vorzubereiten.