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Panzergranate zerstörte wohl 1945 den Hohenzollernstein

Historisches
  • Erstellt: 02.01.2026 / 20:01 Uhr von Marcus Alert
Der Hohenzollernstein am Rande der Heerstraße galt in der Wendezeit als verschollen. Nach 1945 soll ein Panzer der Roten Armee das Denkmal mit einem gezielten Schuss mit einer Granate zerstört haben. Im Jahre 1954 fotografierte der Heimatforscher Friedrich-Karl Grasow noch die Einzelteile des mit einer Inschrift versehenen Steines. Einige Jahre später war dann jedoch alles verschwunden. Grasow vermutete damals, dass die Reste kurzerhand den Hang zum Diebesgrund hinabgerollt wurden. Ein Abtransport wäre wohl auch zu aufwändig gewesen. In den DDR-Jahren war der an die Hohenzollern erinnernde Gedenkstein dann kein Thema mehr.
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Bereits im Jahre 1905 – dies besagt eine kleine Inschrift auf der Rückseite - ließ der Graf Ludwig von Wartensleben auf Karow, dem seit 1864 auch das Forstgut Gränert gehörte, den Stein an der Grenze der Neustadt, unweit von Mahlenzien, direkt neben der Heerstraße aufstellen. Der Graf wartete dann noch einige Jahre, ehe der Findling im Jahre 1912 pünktlich zum Jubiläum eine Inschrift erhielt: „Auf dieser Straße zog Burggraf Friedrich von Nürnberg als erster Hohenzoller am 21./22. Juni 1412 in die Mark Brandenburg“. Damit läutete der Burggraf die über 500-jährige Herrschaft der Hohenzollern in der Mark ein. Ob er jedoch wirklich diese Straße nutzte, ist zumindest umstritten.

Im Herbst 1998 machte sich der damalige Ortsbürgermeister Magnus Hoffmann auf die Suche nach dem Stein und wurde etwa 50 Meter entfernt vom ursprünglichen Standort auch wirklich fündig. Mithilfe der 5. Kompanie der Brandenburger Panzergrenadiere wurde der anderthalb Tonnen schwere Stein geborgen und kam in die Werkstatt von Steinmetz Tobias Fischer. Mithilfe von etwa vier Kilogramm Zweikomponentenkleber fügte er in seiner Werkstatt die Einzelteile wieder zusammen. Zugleich wurde die Inschrift geschwärzt, sodass diese wieder gut lesbar wurde. Finanziert wurde die Sanierung durch das Stadtmuseum, den Historischen Verein und Steinmetz Fischer.

Die Wiedereinweihung fand schließlich am 20. Juni 1999 im Beisein von Oberbürgermeister Helmut Schliesing, dem Ortsbürgermeister von Kirchmöser Magnus Hoffmann, dem Bundeswehr-Hauptmann Udo Bader, dem Heimatforscher Friedrich-Karl Grasow und dem Chef des Historischen Vereins Helmut Silber statt.

Bilder

So stand der Hohenzollernstein bis 1945 neben der Heerstraße. Foto: Archiv Alert
Auf der Rückseite stehen das Jahr der Aufstellung und der Name des Initiators. Foto: Alert
Friedrich-Karl Grasow fotografierte 1954 die Überreste. Foto: Archiv Alert
Im Jahre 1999 hat der Stein seinen Platz wieder eingenommen. Foto: Alert
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