Von den meisten Ziegeleienin der Region sind nur noch Straßennamen geblieben. Anders in Krahnepuhl. Seit 1840 werden an diesem Standort ununterbrochen Baumaterialien hergestellt. Von 1840 bis 1972 waren es – bis der Grundstoff Ton immer knapper wurde - gelbe Ziegel, dann Hohlblocksteine und seit 1992 erst als Bausteine Briest GmbH. und inzwischen als Liaplan Nord GmbH. verschiedene Hightech-Steine. Die erste Ziegelei siedelte sich im Jahre 1840 am „Kranichpuhl“ an. Produziert wurde zuerst mit nur einem Ringofen. Darin brannte man gelbe Klinker.
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Die waren über 100 Jahre das Markenzeichen des Unternehmens. Ungetrocknet wogen die Ziegel sechs und nach Fertigstellung 4,5 Kilogramm. Hier und da sind in der Region noch Klinker zu entdecken, die für den Straßenbau verwendet wurden. Täglich wurden von etwa 80 Arbeitern in Akkord 42.000 Klinker im Handstrichverfahren produziert. Die wurden über einen eigenen Hafen mit Kähnen zumeist nach Berlin geschafft. Im Umfeld der Ziegelei entstandenzahlreiche Arbeiterwohnungen.
Bis 1945 betrieb die Friedrich Wasmuth Baustoffe AG das Klinkerwerk. Allerdings wurde die Produktion während des Krieges eingestellt. Stattdessen wurden die Ringöfen und unterirdischen Gänge als Versteck für Kriegs- und Diebesgut genutzt. Nach dem Krieg wurden Gemälde aus Sanssouci und aderen Schlössern sowie ein aus dem Pergamonmuseum stammender 6000 Jahre alter Steinlöwe aus Babylon entdeckt. Zugleich wurde die bewegliche Technik abgebaut und als Reparationsleistung in die Sowjetunion transportiert. In den Betriebsgebäuden waren Flüchtlinge untergebracht.
Im Herbst 1951 wurde die Produktion wieder aufgenommen. Nun als volkseigener Betrieb. Ab 1954 wurde der Ton am anderen Havelufer aus der Grube „Lutz“ gewonnen. Per Hand wurden von Pferdengezogene Loren beladen und anschließend mit einer Seilfähre zum Hochofen geschafft. 1958 kam die vier Kilometer entfernte Grube „Kützkow“ hinzu. Per Diesellok kam der Ton über einen Schienenstrang nach Krahnepuhl. Im Mai 1959 wurden die Ziegeleien Krahnepuhl mit zu diesem Zeitpunkt 48 Mitarbeitern, Päwesin, Friesdorf und Rädel, das Dachziegelwerk Bützer und die Rongrube in Havelberg zumVEB Brandenburger Ziegelwerke zusammengelegt.
1972 kam das Aus für die beiden Hoffmannschen Ringöfen, in die jeweils 220.000 Ziegel passten. Bei 1200 Grad mussten die Ziegel 72 Stunden trocknen. Am 31. Dezember 1972 war der Abriss der Ringöfen und der Schornsteine, der höchste kam auf 74 Meter, vollendet.