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Tierische Sonderführung im Landesmuseum

Landesmuseum
  • Erstellt: 06.01.2026 / 10:01 Uhr von hvf
Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg steht am 20. Januar eine Sonderführung auf dem Programm, die sich ganz den tierischen Begleitern früherer Epochen widmet. Unter dem Titel „Mammut, Rind und Federvieh – eine tierische Führung“ führt die einstündige Tour durch verschiedene Zeitabschnitte der Menschheitsgeschichte.
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Der Rundgang beginnt in der eiszeitlichen Kältesteppe mit ihrer heute ungewöhnlich wirkenden Tierwelt. Polarfuchs, Wollhaarnashorn und Wollhaarmammut stehen dabei ebenso im Fokus wie der Hund, das erste Haustier des Menschen. In der Jungsteinzeit rücken domestizierte Nutztiere früher Bauern in den Blick, ebenso die ersten gezähmten Pferde, die vermutlich aus den Weiten der asiatischen Steppe nach Mitteleuropa gelangten.

Auch die religiöse Bedeutung von Tieren wird thematisiert. Aus der Mittleren Steinzeit sind Hirschgeweihmasken überliefert, die möglicherweise in Ritualen getragen wurden. In der bronzezeitlichen Motivwelt begegnen Wasservogel, Pferd und Stier, während aus der späten Bronzezeit bis in die Römische Kaiserzeit kleine vierbeinige Bronzefiguren bekannt sind.

Zum weiteren Verlauf gehören Tierdarstellungen auf Goldbrakteaten, bei denen die Frage nach ihrer Rolle in germanischen Göttererzählungen im Raum steht. Den Abschluss bilden Tierorakel, die in Schriftquellen der frühmittelalterlichen Westslawen erwähnt werden.

Die Führung findet von 11 bis 12 Uhr im Archäologisches Landesmuseum Brandenburg in der Neustädtischen Heidestraße 28 in Brandenburg an der Havel statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Familien zahlen 10 Euro, Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Eine zusätzliche Führungsgebühr wird nicht erhoben.

Bilder

Widderfigur - Bronze, Kultplatz, Lossow, Stadt Frankfurt/Oder , Foto: Fritz Fabert, BLDAM
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