35 Jahre nach der Friedlichen Revolution und der deutschen Einheit fühlen sich manche ehemalige DDR-Bürger mit ihren Problemen nicht gesehen. Insbesondere Menschen, denen in der Diktatur politisches Unrecht widerfahren ist, tragen schwer daran, dass ihr Leid in der Gesellschaft so wenig wahrgenommen wird. Auf Einladung der Brandenburger Juristischen Gesellschaft soll dieses Thema nun beleuchtet werden. Am 29. Januar sucht die Referentin, Dr. Maria Nooke, anlässlich des 35. Jubiläums der deutschen Einheit, im OLG das Gespräch mit den Brandenburgern. Es geht darum, historische Einordnungen und persönliche Erfahrungen zusammenzubringen.
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“Es soll reflektiert werden, wie der Systemwechsel entstand und wie er die Menschen geprägt hat”, ordnet Matthias Deller, der Vorsitzende des Brandenburger Juristische Gesellschaft e.v. und Präsident des hiesigen Oberlandesgerichts ein.
Dr. Maria Nooke ist seit Oktober 2017 Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD). Sie wurde 1958 in Forst geboren und engagierte sich in der DDR in der kirchlichen Friedens- und Umweltarbeit. Dr. Maria Nooke war u.a. Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“.
Im Anschluss an Vortrag und Diskussion besteht bei einem Glas Wein und Gebäck Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.
Der Termin: Donnerstag, 29. Januar, 18 Uhr im OLG, Gertrud-Piter-Platz 22