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Wredowbrücke: Vollsperrung im Frühjahr

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.01.2026 / 14:01 Uhr von hvf
An der Wredowbrücke in Brandenburg an der Havel sind für das Frühjahr bauliche Maßnahmen geplant. Ziel sei es laut Stadtverwaltung, die Nutzbarkeit des Bauwerks für die verbleibende Reststandzeit zu sichern. Die vorgesehenen Arbeiten waren zuletzt Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. Im Ausschuss wurde unter anderem erörtert, warum für die Abdichtung der Brücke eine Vollsperrung notwendig ist.
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Der für den Baubereich zuständige Bürgermeister Michael Müller erklärte dazu: „Eine halbseitige Ausführung ist technisch äußerst aufwendig, da die Straße relativ schmal ist und unnötige Fugen entstehen. Weiterhin würde es die Bauzeit enorm verlängern. Eine kurzzeitige Vollsperrung der Straße stellt daher auch das mildere Mittel dar. Eine Gehwegseite soll immer offenbleiben, sodass Fußgänger und Radfahrer die Brücke nutzen können.“

Zur Bauweise und zum Zustand der Brücke äußerte sich Tiefbauamtsleiter Christian Fuß. Die Wredowbrücke sei als spezielles Spannbeton-Fertigteil-Tragwerk ausgeführt. Im Vergleich zu anderen Bauwerken sei ihr Zustand derzeit noch befriedigend, zudem sei die Belastung relativ gering. Fertigteil-Elemente wiesen außerdem ein geringeres Risiko für Spannungsrisskorrosion auf als Ortbeton-Bauwerke. Gleichzeitig machte Fuß deutlich, dass die Konstruktion perspektivisch durch einen Neubau ersetzt werden müsse, unter anderem mit Blick auf mögliche zusätzliche Verkehrsbelastungen durch den geplanten Bildungscampus.

Die jetzt geplanten Maßnahmen sollen der Sicherung der Brücke für eine voraussichtliche Restnutzung von rund drei Jahren dienen. Nach Angaben von Christian Fuß soll dabei vor allem das wichtigste Schadensbild behoben werden: die defekte Abdichtung. Die Bau- und Sperrzeit ist von Anfang März bis Ende Mai vorgesehen. Während dieser Zeit ist zudem eine Sonderprüfung des Bauwerks geplant. Bereits ab Februar wird die Wredowbrücke auf eine maximale Belastung von 12 Tonnen begrenzt. Für schwereren Verkehr sind entsprechende Umleitungen vorgesehen. Ursprünglich war die Brücke für eine Belastungsklasse von 16 Tonnen ausgelegt.

Parallel dazu bereitet die Stadt den Ersatzneubau der Wredowbrücke vor. Bürgermeister Müller erklärte: „Jedenfalls sollen noch in 2026 nach erfolgtem Stadtverordneten-Beschluss die Planungen für den Brücken-Neubau begonnen und die Baukosten in den Haushalt eingestellt werden. Die Planungen werden ähnlich der Kanalbrücke sehr komplex aufgrund der angrenzenden Bebauung und des Baugrundes. Die Bauausführung erfolgt frühestens Ende 2029, nach Fertigstellung der Kanalbrücke.“

Bilder

Die Wredowbrücke. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
Um ihre Nutzbarkeit für weitere Jahre zu sichern, sind aufwendige Arbeiten an der Abdichtung notwendig. © Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
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