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Das gesamte Bauvorhaben hat ein Volumen von rund 21,2 Millionen, davon werden über die Förderung rund 70 Prozent, genauer 14,42 Millionen Euro, zur Finanzierung des Baus bereitgestellt. „Wir haben 2018 den ersten Antrag gestellt, den 2019 aktualisiert. Dann mussten wir immer wieder regelmäßig aktualisieren. Der letzte Stand, den wir abgegeben haben, war September 2024“, erläutert Gabriele Wolter gegenüber Meetingpoint. Die Baugenehmigung für den Neubau liegt übrigens seit einem Jahr schon vor.
Notwendig macht sich die neue Schule aufgrund der immer weiter steigenden Zahlen der Auszubildenden. Inzwischen bekommt man alle Azubis nicht mehr am Standort in der Vereinsstraße unter und musste zum Beispiel die Ausbildung der Physiotherapie in der Magdeburger Straße unterbringen. Aber auch das reicht nicht: „Wir haben inzwischen so eine Verdichtung, dass wir auf wichtige Räume, die für die Ausbildung aber notwendig sind, verzichten mussten, sodass dringend ein Schulneubau mit mehr Räumen notwendig war. Und damit werden wir auch in der Lage sein, noch weiter die Schülerzahl zu erhöhen“, so Wolter.
Eine Entspannung bei den Schülerzahlen sehen Schulleitung und Klinikchefin frühestens im Sommer 2028. Momentan liegt die Kapazität bei 425 Schülern. Die Schule muss schon jetzt mit Klassenräumen auf weitere andere Gebäude ausweichen. „Wir haben heute schon besprochen, noch einen Raum im Gesundheitszentrum zu nutzen. Die räumliche Enge ist einfach riesig“, berichtet Gabriele Wolter. So wird auch daran gedacht, Räume in der Zahnmedizin, in der Geschwister Scholl Straße, zu nutzen. Da gibt es noch Kapazitäten und nicht alles ist ausgelastet.
Hinzu kommt, dass sich in den letzten Jahren auch die Ausbildung selbst verändert hat. So spricht man heute von der generalistischen Ausbildung. Dafür benötigt man nicht nur einfach einen Klassenraum, so wie es früher üblich war, sondern auch Übungsräume und sogenannte Kleingruppenräume. Hier können die Azubis in kleineren Gruppen üben. Oder sie müssen zum Beispiel ein komplettes Krankenzimmer haben, damit sie in der später alltäglichen Umgebung trainieren können. Selbst eine Küche benötigt es, damit die künftigen Fachkräfte zum Beispiel lernen, Diätkost herzustellen. Dringend benötigt werden auch ein vernünftiges Lehrerzimmer und auch ein Aufenthaltsraum für die Schüler. Das alles gibt es bislang nicht.
„Wir könnten im Prinzip sofort anfangen zu bauen. Wir haben schon im Sommer unsere Planer mit der Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen beauftragt. Da sind sie jetzt mittendrin“, informiert die Klinikchefin weiter. Die Erwartung ist jetzt, dass man in den nächsten Wochen in die Ausschreibungen für den Rohbau und andere Arbeiten auf den Markt gehen kann.
Einen genauen Termin für den Baubeginn gibt es zwar noch nicht, aber Gabriele Wolter geht davon aus, dass im April oder Mai bereits begonnen werden kann. Dafür sind aber auch noch zahlreiche Begleitarbeiten in einer Größenordnung von 120.000 Euro notwendig, die zum Beispiel durch die Verkehrsbetriebe, die Stadtwerke oder auch RFT ausgeführt werden müssen.