Frostige Tage und Nächte mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt hinterlassen derzeit deutliche Spuren auf den Fahrbahnen im Land Brandenburg. Auch im Stadtgebiet von Brandenburg an der Havel machen sich die winterlichen Bedingungen bemerkbar. Vor allem ältere Straßen, die bislang nicht grundhaft saniert wurden, zeigen vermehrt neue Schäden. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg arbeitet nach eigenen Angaben aktuell daran, diese Mängel zu beseitigen und die Verkehrssicherheit im gesamten Land zu gewährleisten.
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„Die Kombination aus Frost, Feuchtigkeit und Verkehr setzt unseren Straßen jedes Jahr im Winter besonders zu. Unser Fokus liegt darauf, akute Gefahrenstellen schnell zu entschärfen und die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten, auch wenn nicht alle Schäden sofort dauerhaft behoben werden können“, sagt Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen.
In den vergangenen Wochen lagen die Temperaturen im Land häufig um den Gefrierpunkt, nachts teils deutlich darunter. Diese Witterung begünstigt die Entstehung von Schlaglöchern. „Gefriert diese Feuchtigkeit, dehnt sie sich aus und sprengt den Asphalt von innen auf. Wiederholte Frost-Tau-Wechsel verstärken diesen Prozes“, erklärt Dorothée Lorenz, Pressesprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg. Besonders betroffen seien stark befahrene Straßen sowie Übergangsbereiche, etwa an Brücken oder Fahrbahnanschlüssen.
Um Schäden frühzeitig zu erkennen, kontrollieren die 33 Straßenmeistereien des Landesbetriebs die Bundes- und Landesstraßen mindestens einmal pro Woche. Abhängig von Wetterlage, Verkehrsaufkommen und bekannten Schadstellen erfolgen zusätzliche Kontrollfahrten. „Festgestellte Schäden werden dokumentiert und fachlich bewertet. Maßgeblich für die Priorisierung sind die Verkehrssicherheit, das Verkehrsaufkommen, die Lage des Schadens sowie die aktuelle Einsatz- und Personalsituation“, so Lorenz.
Ziel ist es, Schlaglöcher zur Gefahrenabwehr möglichst zeitnah zu beseitigen. Während der Wintermonate kommen dabei häufig provisorische Reparaturen zum Einsatz, etwa mit Kaltmischgut oder Reparaturasphalt. Diese Methoden sind auch bei niedrigen Temperaturen möglich und dienen dazu, akute Gefahrenstellen kurzfristig zu entschärfen. Ist eine Reparatur nicht sofort umsetzbar, werden betroffene Bereiche bei Bedarf mit entsprechenden Gefahrenzeichen gesichert.
Dauerhafte Instandsetzungen erfolgen in der Regel mit Heiß- oder Gussasphalt. Diese Arbeiten sind witterungsabhängig und können meist erst bei geeigneten Temperaturen durchgeführt werden, häufig im Frühjahr.
Solange die winterliche Witterung anhält, rechnet der Landesbetrieb weiterhin mit neuen Straßenschäden. Die Einsatzplanung wird entsprechend angepasst, um Gefahrenstellen schnell zu sichern und die Befahrbarkeit der Straßen aufrechtzuerhalten. Hinweise aus der Bevölkerung werden laut Landesbetrieb geprüft und in die laufende Priorisierung der Instandsetzungsarbeiten einbezogen.