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Bürgermeister-Sohn Georg Sabinus war einer der hellsten Köpfe des 16. Jahrhunderts

Historisches
  • Erstellt: 24.01.2026 / 20:01 Uhr von Marcus Alert
Georg Sabinus gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten des 16. Jahrhunderts. Er war Professor der Poesie und Beredsamkeit, Rektor der Universität Königsberg und zudem Diplomat in Diensten des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. Aber vor allem ist er ein Sohn der Stadt Brandenburg. Sein Vater war der Bürgermeister der Altstadt, Balthasar Schuler. Auch Sabinus wurde am 23. April 1508 als Schuler oder auch Schüler geboren, lateinisierte aber der Mode der Zeit entsprechend später seinen Namen.
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Georg Schuler besuchte die altstädtische Stadtschule, ehe er in Wittenberg Literatur und Jura studierte. In der Zeit lernte er auch Philipp Melanchton, neben Martin Luther der wichtigste Akteur der Reformation, kennen. Und in Melanchthons Haus zugleich auch dessen Tochter Anna. Die war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwölf Jahre alt, als Georg Sabinus sich im Jahre 1534 mit ihr verlobte. Zwei Jahre später fand die Hochzeit statt. Sie war nicht nur wegen des Altersunterschiedes nicht glücklich und Anna starb bereits 1547. Die Kinder, nur drei von wohl fünf überlebten, kamen zu den Großeltern. Georg Sabinus heiratete schon bald erneut.

Im Jahre 1538 wurde Georg Sabinus als Professor der Poesie und Beredsamkeit an die Frankfurter Uni berufen. Als sechs Jahre später die Königsberger Universität eingeweiht wurde, fungierte Georg Sabinus als erster Rektor. Nach einem theologischen Streit mit den Professoren kehrte er im Jahre 1855 nach Frankfurt/Oder zurück. In der Folgezeit betraute ihn der brandenburgische Kurfürst Joachim II. mit den verschiedensten diplomatischen Missionen.

In der Zwischenzeit verfasste er immer wieder lateinische und deutsche Huldigungs-, aber auch Liebesgedichte, die durchaus Anerkennung fanden. Seine historischen Abhandlungen werden heute eher kritisch beurteilt. Von einer diplomatischen Mission kehrte er im Winter 1560 bereits erkrankt aus Italien nach Frankfurt zurück. Wenige Tage später, am 2. Dezember 1560, starb er im Alter von gerade einmal 52 Jahren.

Bilder

Georg Sabinus auf einem zeitgenössischen Kupferstich. Foto: Archiv Alert
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