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Mehr Anträge, mehr Service, neue Trauorte: Amt 33 zieht Bilanz für 2025

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 22.01.2026 / 13:30 Uhr von hvf
Die Fachgruppe 33 der Stadt Brandenburg an der Havel, zuständig für Standesamt, Ausländerbehörde und Bürgerservice, blickt auf das Jahr 2025 zurück. Steigende Fallzahlen, eine hohe Nachfrage nach Serviceleistungen und organisatorische Neuerungen prägten die Arbeit in den Bereichen. Die Bilanz gibt es hier:
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Zum 31. Dezember 2025 lebten insgesamt 7.453 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in der Stadt Brandenburg an der Havel. Darunter befanden sich rund 1.300 EU-Bürger sowie 1.022 Schutzsuchende aus der Ukraine. Damit setzte sich der Anstieg der vergangenen Jahre fort, nachdem bereits 2024 7.246 Personen registriert waren. Am Jahresende galten 94 Personen als ausreisepflichtig. Im Verlauf des Jahres 2025 wurden zudem 1.817 Anträge auf Erteilung oder Verlängerung eines Aufenthaltstitels gestellt.

Auch die Staatsangehörigkeitsbehörde verzeichnete 2025 eine anhaltend hohe Nachfrage. Insgesamt gingen 245 neue Einbürgerungsanträge ein, 98 Personen wurden eingebürgert. Die Zahl der Anträge bewegte sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr mit 242 Anträgen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 642 Einbürgerungsanträge noch unbearbeitet. Die durchschnittliche Dauer eines Einbürgerungsverfahrens lag bei rund 24 Monaten.

Im Bürgerservice wurde am 2. April eine neue Aufrufanlage in Betrieb genommen, die die Nutzung von drei Warteräumen ermöglicht, die Anmeldung gebuchter Termine per QR-Code erlaubt und Aufrufe über Monitore in allen Wartebereichen anzeigt. Neben den terminfreien Sprechzeiten blieb auch die Terminvereinbarung stark gefragt.

Zwischen dem 2. April und dem 31. Dezember 2025 wurden am Hauptstandort 4.318 Termine vereinbart, leicht mehr als im Jahr 2024 mit 4.282 Terminen. In der Außenstelle Kirchmöser wurden 331 Termine vergeben, nachdem es im Vorjahr noch 538 gewesen waren. Am Hauptstandort wurden 24 Prozent der Termine storniert oder abgesagt, in der Außenstelle lag dieser Anteil bei 17 Prozent.

Auch digitale Angebote wurden weiter genutzt. Von insgesamt 749 ausgestellten einfachen Meldebescheinigungen wurden 219 online beantragt, im Jahr 2024 waren es 186 von 652. Bei den erweiterten Meldebescheinigungen entfielen 177 von 1.043 Anträgen auf Online-Buchungen, im Vorjahr 188 von 1.079.

Bis zum Jahresende 2025 bearbeitete der Bürgerservice 9.332 Anträge auf Personalausweise und vorläufige Personalausweise. Damit lag die Zahl erneut über dem Vorjahr mit 8.973 Anträgen. Bei Reisepässen und vorläufigen Reisepässen wurden 3.757 Anträge bearbeitet, nach 4.033 im Jahr 2024. Zudem wurden 382 Nebenwohnungen an- und abgemeldet sowie 4.124 Ummeldungen von Hauptwohnungen vorgenommen.

Bei den Einwohnerbewegungen wurden 2025 insgesamt 3.705 Zuzüge und 600 Wegzüge registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 738 Wegzügen zeigt sich hier ein Rückgang der Abwanderung.

Darüber hinaus wurden bis zum 31. Dezember 2025 insgesamt 3.659 Führungszeugnisse sowie 58 Auszüge aus dem Gewerbezentralregister beantragt.
Seit dem 1. Mai 2025 sind für die Beantragung von Personalausweisen und Reisepässen ausschließlich digitale Lichtbilder vorgeschrieben. Die technische Umsetzung verlief laut der Stadtverwaltung reibungslos, vereinzelt konnten Bilder jedoch nicht verwendet werden, da sie den gesetzlichen Vorgaben nicht entsprachen.

Mit Blick auf das Jahr 2026 kündigt das Standesamt eine Erweiterung seines Angebots an. In Zusammenarbeit mit dem Domstift Brandenburg sollen künftig standesamtliche Trauungen in zwei ausgewählten Räumlichkeiten auf dem Domgelände ermöglicht werden. Damit wird das Angebot für Eheschließungen in der Stadt Brandenburg an der Havel erweitert.

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