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Nikolaus Uppschlacht oder auch Niklas Upslacht gilt als erster hohenzollernsche Hofdichter. Auch wegen seiner letzten Zeile, „Er pries den Fürsten mit Fleiße“, wird ihm Parteilichkeit vorgeworfen, sind seine Vierzeiler daher mit Vorsicht zu genießen. Als Bewohner der Stadt begrüßte er den Einzug der Hohenzolern und damit von Recht und Ordnung. Die Quitzows standen dagegen für das Faustrecht und waren natürliche Feinde der Städte.
Zumindest überlieferte Niklas Upslacht in seinen Vierzeilern auch den Quitzow-Spruch: „Und regnets Fürsten noch ein Jahr, des achten gering wir wie ein Haar, bringen sie auch Hunnen und Riesen“. Die Zeilen enthalten jedoch auch noch weitere wichtige Fakten. So berichtet er, dass es während der Belagerung der Burgen nicht nur kalt war, sondern es auch geregnet und geschneit hat. Und er nennt mit dem Bischof von Magdeburg und dem Kurfürsten von Sachsen die wichtigsten Akteure neben Friedrich auf Seiten der Belagerer. Während er auf die Opfer im Heer Friedrichs eingeht, werden die unter den Quitzows nicht einmal erwähnt. Mit den Zeilen „Der uns diesen Reigen sang, Niklaus Upslacht ist er genannt, zu Brandenburg ist er wohl bekannt“, setzte er sich auch selbst ein Denkmal.
Ein sandsteinernes Denkmal setzte ihm gut 500 Jahre später die Stadt Brandenburg. Als das Altstädtische Rathaus von 1910 bis 1912 saniert wurde, Anlass war die 500-Jahr-Feier des Einzuges der Hohenzollern in die Mark, entstand in der Schusterstraße ein neues gotisches Portal. Neben dem reichen Maßwerk enthielt es auch vier Kopfbilder berühmter Männer des 15. Jahrhunderts. Neben dem altstädtischen Bürgermeister Simon Roter, dem Stadtschreiber Zacharias Gartz und dem Bürgermeister Johann von Bensdorf ist dort auch der Dichter Niklas Upslacht zu finden.