Vor 50 Jahren wurden die Brandenburger dazu aufgerufen etwa 600 Muscheln und 200 Schneckengehäuse in der Größe von fünf bis 15 Zentimeter aus ihrem Sommerurlaub mitzubringen. Diese – immerhin 4000 Muscheln - wurden dann auf halber Höhe des Südaufganges zum Marienberg durch das Künstlerehepaar Rudolf in die Grotte eingearbeitet. Mit Fanfarenklängen des Musikzuges des Stahlwerkes und dem Gesang des Chores der Volksmiliz aus Kladno wurde die sanierte Grotte am 26. Juni 1977 durch Oberbürgermeisterin Elvira Lippitz eingeweiht.
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Für die Spender gab es damals als Dankeschön ein Foto der Grotte. Der Südaufgang zum Marienberg, ausgehend vom Rosenhag, war im Jahre 1897 entstanden. Es war damals noch ein einfacher von Kastanien begrenzter Weg, der zum 1880 eingeweihten Kriegerdenkmal führte. Als im Jahre 1908 die Bismarckwarte gebaut wurde, entstand zugleich nach den Plänen des damaligen Garteninspektors Fritz Keßler auf dieser Zuwegung eine Gartenanlage mit verschiedenen Terrassen. Gärtnerisches Prachtstück war auf der mittleren Terrasse der Rosengarten mit der Brunnengrotte. Im Jahre 1926 erfolgte eine erste Überarbeitung, entstand ein neuer Kiosk mit Pergola.
100 Jahre nach nach dem Bau der Grotte erfolgte eine umfangreiche Sanierung des gesamten Aufganges. Die Rekonstruktion erfolgte mit Geldern aus dem Förderprogramm „Zukunft im Stadtteil“. Ein Schwerpunkt war die Wiederherstellung der Muschelgrotte, die zu diesem Zeitpunkt kaum noch eine Muschel aufwies. Aus echten Muscheln wurde ein Silikonabdruck gefertigt, der dann als Gießform für fließfähigen Beton diente. Mit Hilfe von Betonpulver bekam das Ganze eine sandsteinerne Farbe. Die einzelnen Platten wurden in der Wand verankert. Auch Brunnenlaube und Zugangstore wurden überarbeitet. Die Einweihung erfolgte am 24. April 2007.