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Engelbert Wusterwitz war ein wichtiger märkischer Chronist

Historisches
  • Erstellt: 21.02.2026 / 20:01 Uhr von Marcus Alert
Der Name ist zugleich auch ein Verweis auf die Herkunft. Daher wird dem märkischen Chronisten Engelbert Wusterwitz auch das Dorf nahe Brandenburg als Geburtsort zugewiesen. Die Namensgebung nach dem Geburtsort war damals durchaus üblich. Als sich der wohl um 1370 – einige Quellen nennen das Jahr 1385 - geborene Engelbert im Jahre 1406 an der Prager Universität einschrieb, tat er dies als „Engelbert Wusterwitz van Brandenburg“. Engelbert gilt als bedeutendster Chronist der märkischen Geschichte Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts.
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Seine die Zeit von 1391 bis 1425 umfassenden niederdeutschsprachigen Aufzeichnungen in Form eines Tagebuches blieben allerdings nur in später von Geschichtsschreibern verwendeten Texten in Auszügen erhalten. Darin schreibt er über selbst erlebte oder beobachtete Ereignisse.

Er stiftete der St. Katharinenkirche im Jahre 1424 einen Altar. Als er am 5. Dezember 1433 anerkant und vermögend starb, wurde er darunter, in der Nordkapelle, beigesetzt. Der Stadthistoriker Otto Tschirch sieht den Wert der Engelbert-Chronik vor allem in der Tatsache, dass Engelbert fast ausschließlich nur Vorgänge schildert. Allerdings ergreift er bei seinen Schilderungen eifrig Partei für den Burggrafen Friedrich VI. und wendet sich gegen den fehdelustigen Adel jener Zeit. Als Vertreter der Stadt sicherlich eine nachvollziehbare Haltung.

Engelbert hielt sich 1404/06 in Rom auf, wo er im Dienst mehrerer Kardinäle stand. Nach seinem Studium der Rechte in Prag kehrte er wohl 1407 nach Brandenburg zurück. Hier wirkte er als Rechtsgelehrter in städtischen und kirchlichen Diensten. Nachweislich war er auch für das Lehniner Kloster tätig.

Nach einer Zeit als Syndikus in Magdeburg, wo er wohl auch an der Fortschreibung der Magdeburger Schöppenchronik für die Jahre von 1411 bis 1421 beteiligt war, kehrte er wieder in die Havelstadt zurück, wo er 1424/25 Stadtschreiber – als solcher wirkte er als Rechtsgelehrter - der Neustadt war. In dieser Zeit enden auch seine Aufzeichnungen. Während seiner Magdeburger Zeit verschlug es ihn als Unterhändler bis nach Regensburg, Prag und Breslau.

Im Jahre 1427 ist er als Offizial des Bischofs von Halberstadt wieder auswärts zu finden. Er zeichnete dort für die kirchliche Gerichtsbarkeit des Bischofs verantwortlich. Das war aber nur ein Intermezzo. Schon bald ist er wieder in der Brandenburger Neustadt zu finden.

Bilder

Der Künstler Ludwig Manzel gab 1912 dem Gelehrten am Kurfürstenbrunnen die Züge des Engelbert Wusterwitz. / Foto: Alert
So sah der Brunen bis zu seiner Vernichtung im Jahre 1945 aus. / Foto: Archiv Alert
Beigesetzt wurde der märkische Geschichtsschreiber in der St. Katharinenkirche. / Foto: Archiv Alert
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