Zur Tausendjahrfeier im Jahre 1929 richtete die Stadt Brandenburg nicht nur eine große Feier aus. Bereits zehn Jahre zuvor hatten sie Professor Otto Tschirch mit der Erarbeitung der „Geschichte der Chur- und Hauptstadt“ beauftragt, die nun in die Buchläden gelangte. Großer Höhepunkt war die Einweihung der Jahrtausendbrücke und auch das Wohlfahrtsforum wurde damals fertiggestellt. Auch an der Alten Feuerwache als nördlichem Abschluss der Franz-Ziegler-Straße wurde 1929 gebaut. Während der fünfgeschossige Steigerturm in diesem Jahr, wie die Jahreszahl über der originalen Tür beweist, auch noch fertiggestellt werden konnte, wurden die beiden ihn flankierenden, halbkreisförmigen Garagentrakte erst im Jahre 1930 vollendet.
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Bereits im Jahre 1924 war das benachbarte Wohn- und Verwaltungsgebäude des städtischen Bau- und Lagerhofes entstanden. Geradezu folgerichtig wurde fünf Jahre später in Sichtweite die Feuerwache geplant, um den Komplex abzurunden. Der Entwurf stammte vom Stadtbaurat Karl Erbs. Der hatte eigentlich den Komplex als „Städtischen Fuhrpark“ geplant. Denn die 20 Garagen nahmen nicht nur Feuerwehrfahrzeuge auf, sondern auch Stadtautobusse, Fahrzeuge der Müllabfuhr und der Straßenreinigung. Ähnlich wie beim Wohlfahrtsforum wurden für den Bau rote Klinker verwendet. Auf die Garagentrakte kam damals noch ein weiteres Geschoss für die Büro- und Diensträume. Der Stadt war damit ein sehr funktionaler Bau gelungen.
Doch spätestens in den letzten DDR-Jahren stieß der Bau an seine Grenzen. Denn die Feuerwehrfahrzeuge wurden immer komplexer und damit auch größer. Hinzu kam der Verfall: Weist das Gebäude Setzungserscheinungen und Risse auf. Die Unterbringung des Personals in dem Gemäuer wurde als unzumutbar eingestuft. Bereits 1992 beschloss die Stadt daher einen Neubau. Zehn Jahre dauerte es, ehe man sich auf den Standort geeinigt und die Gelder zusammenhatte. Am 19. September 2003 wurde der Neubau am Zentrumsring eingeweiht. Bernd Helmers erwarb den imposanten Rundbau und schuf das Wassersportzentrum „Alte Feuerwache“.