Logo

event-theater sucht Schulklassen und Paten für neues Stück "Ich bin kein Nazi"

Events
  • Erstellt: 04.03.2026 / 08:01 Uhr von Antonia Wünschmann
Hank Teufer und Oliver Geldener vom event-theater aus Brandenburg an der Havel haben gestern im Fontane-Klub das Jahresprogramm vorgestellt – und neben bekannten Formaten wie dem „Comedy-Frühling“, dem „Klostersommer“, dem „KlangGut“ in Mötzow und der „Weihnachtsbühne“ eine inhaltliche Premiere angekündigt. Mit „Ich bin kein Nazi“ bringt Hank Teufer erstmals ein selbst geschriebenes Schauspiel auf die Bühne. Die Uraufführung ist für den 2. Oktober im Gelben Salon geplant.
Anzeige

"Das Stück ist mutig", sagt Hank Teufer, "und transportiert auch die Botschaft: Wir brauchen alle Mut zum Risiko, um unsere Demokratie aufrechtzuerhalten." Er habe die Idee zu dem Text nach einer persönlichen Begegnung entwickelt: "Ich hatte letztes Jahr eine Begegnung mit jemandem und habe nur eine Frage gestellt. Und diese Person war über die Frage so erschüttert und hat mich einfach stehen lassen und wollte das nicht besprechen. Das war eine Frage, die in dem neuen Stück eine Rolle spielen wird, es ist die Frage: Wie geht man damit um, wenn Mehrheiten, die das Volk gewählt hat, nicht wahrgenommen werden?"

In „Ich bin kein Nazi“ begegnen sich drei Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten: ein Lehrer, eine Journalistin und eine Aktivistin. Sie geraten über Fragen zu Mehrheiten, Minderheiten und Meinungsfreiheit in einen intensiven Dialog über Verantwortung und Haltung in der Demokratie.

"Ich merke, dass der Meinungskorridor sehr eng ist", erklärt Hank Teufer weiter. "Wir möchten gerne, dass das wunderschöne Wort Meinungsfreiheit wieder gelebt werden darf auf offener Straße. Und überall, dass man seine Meinung sagen darf und sich nicht beobachten muss dabei, oh Gott, darf ich das sagen, bekomme ich da Schwierigkeiten? Und deswegen gibt es auch eine Journalistin im Stück, weil die schreibt auch nicht mehr ohne Fragezeichen im Kopf."

Antworten liefert das neue Stück bewusst nicht. "Wir wollen das Publikum konfrontieren – aber nicht belehren", erklärt Hank Teufer. "Es geht darum, dass jeder sich selbst eine Meinung bildet. Demokratie braucht den Mut, schwierige Gespräche zu führen, auch wenn sie riskant sind."

Damit das Projekt Wirklichkeit wird, sucht das event-theater Schulklassen ab der 9. Klasse, die das Stück besuchen möchten – sowie Paten, die diese Besuche finanziell ermöglichen.

Ein Patenbeitrag von 1.400 Euro deckt die Kosten für zwei Schulklassen und füllt mit 70 Plätzen den Gelben Salon bis auf den letzten Sitz. Da das event-theater ein eingetragener Verein ist, können Spendenquittungen ausgestellt werden. Unterstützende Unternehmen oder Einrichtungen werden im Rahmen des Projekts präsentiert und positionieren sich sichtbar für Demokratie und Meinungsfreiheit.

Interessierte Schulklassen und Förderer können sich unter [info@event-theater.de] melden.

Bilder

Hank Teufer und Oliver Geldener vom event-theater
Dieser Artikel wurde bereits 1.768 mal aufgerufen.

Werbung