Warum opferten Menschen der Jungsteinzeit wertvolle und aufwendig hergestellte Gegenstände, anstatt sie weiter zu nutzen? Dieser Frage geht Dr. Michael Müller vom Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) am 1. April ab 18.30 Uhr im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg nach.
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Im Mittelpunkt steht die Trichterbecherzeit zwischen 4100 und 2800 vor Christus – eine Epoche, in der sich die neolithische Lebensweise bis nach Norddeutschland und Nordeuropa ausbreitete. Neben monumentalen Großsteingräbern und sogenannten Grabenwerken sind vor allem rituelle Niederlegungen auffällig: Beilklingen aus Feuerstein sowie Objekte aus Stein, Bernstein, Keramik oder Kupfer – oft weit entfernt von Siedlungen und Gräbern. Solche Opferhandlungen lassen sich über viele Jahrhunderte beobachten.
Der Vortrag stellt mögliche Erklärungen vor und beleuchtet, was die Funde über Glaubensvorstellungen und Weltbilder der frühen Bauern verraten. Der Eintritt ist frei. Das Museum befindet sich in der Neustädtischen Heidestraße 28 in Brandenburg an der Havel.