56 Männer aus dem damaligen Großwusterwitz ließen im 1. Weltkrieg ihr Leben. So berichtete es zumindest der „Brandenburger Anzeiger“ am 7. Juli 1920. Allerdings finden sich heute nur noch 55 Steine mit den Namen der Gefallenen in dem „Heldenhain“, wie der Platz gegenüber vom Haupteingang in die Kirche damals noch hieß. Das aus Feldsteinen errichtete Kriegerdenkmal war am 4. Juli 1920 feierlich eingeweiht worden. Auf der Sandsteinplatte stand: „Ihren für Heimat und Vaterland gefallenen Söhnen die dankbare Gemeinde Großwusterwitz 1914-1918“.
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Der Entwurf für das Denkmal – in Abstimmung mit einer Denkmalkommission - stammte vom Regierungsbaumeister Hans Gelderblom (1879-1966), der damals das Staatshochbauamt in Genthin leitete. Er war es dann auch, der die Einweihungsfeier eröffnete. Natürlich kamen auch der Ortspfarrer Johannes Hebold und der Amtsvorsteher Hermann Friedrich zu Wort. Friedrich mahnte die Anwesenden, aus der Schwere des Krieges und seinen Folgen die richtigen Lehren zu ziehen. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Gesangsverein unter der Leitung von Lehrer Gustav Adolf Liermann.
Nach der Wende war die Sandsteinplatte völlig verwittert, das zwei Meter hohe Bauwerk aus Feldsteinen, auf dem ein steinernes Tatzenkreuz thronte, völlig verwittert. Ab Mitte der 1990er Jahre beschäftigte sich die Gemeindevertretung mit dem Ehrenhain. 1998 reinigte der ortsansässige Steinmetz Andreas Puder das Denkmal und versah es mit neuen Fugen. Er fertigte zudem eine neue Tafel an.
Unter Federführung des ehemaligen Deutschlehrers Wolfgang Müller einigte man sich auf die Inschrift: „Zum Gedenken aller Gefallenen, Verschleppten und Getöteten der Kriege und der Gewaltherrschaft 1914-1918 (und) 1939-1945. Die Toten mahnen uns.“ Im Rahmen eines Geschichtsprojektes reinigten Jungen und Mädchen der Gesamtschule die Steine, sodass die Namen und das Datum ihres Todes wieder sichtbar wurden.