Behutsam hält Achim Pfeiffer die Styroporkiste über das Wasser eines der kleinen Gewässer im Fuchsbruch in Klein Kreutz und lässt einen Teil der gut 4.000 Glasaale ins Wasser gleiten. Der Gewässerwart des Stadtanglerverbandes Brandenburg-Potsdam hat am Vormittag insgesamt rund 6 Kilogramm, das sind etwa 6.000 Glasaale, in Töplitz abgeholt, um diese im Fuchsbruch und in den Erdelöchern in Kaltenhausen einzusetzen. Insgesamt hat der Landesanglerverband Brandenburg e.V. (LAVB) heute 805 Kilogramm Glasaale verteilt, die in vom LAVB bewirtschafteten Gewässern eingesetzt wurden. Die kleinen Aale kommen aus Frankreich vom Atlantik und wiegen zwischen 0,3 und 0,4 Gramm.
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Im Fuchsbruch hat Achim Pfeiffer die Glasaale in der sogenannten „Kinderstube“ verteilt. „Wir setzen die Aale immer an mehreren Stellen ein, damit nicht alle an der gleichen Stelle sind. Die Aale verschwinden ganz schnell nach unten und verstecken sich“, erklärt der Gewässerwart. In die „Kinderstube“ kommen auch viele andere Fische, um hier zu laichen, daher erklärt sich der Name. Bevor die Glasaale jedoch ins Gewässer kommen, gibt Achim Pfeiffer noch Wasser aus dem kleinen See in die Transportbox, damit sich die Aale schon einmal etwas daran gewöhnen können.
Der Besatz in den Gewässern mit den Glasaalen dient der Weiterführung des Pilotprojektes „Erhöhung des Laichbestandes des Europäischen Aals im Einzugsgebiet der Elbe im Land Brandenburg“ und wird aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Brandenburg mitfinanziert. Vor allem Anglerverbände und Vereine in Deutschland setzen sich gemeinsam mit Berufsfischern durch ehrenamtliche Arbeit und private finanzielle Mittel für den Schutz, den Erhalt und die Förderung der Bestände des Europäischen Aals (Anguilla anguilla) ein.