Immerhin 2500 einjährige Traubeneichen wurden am Mittwoch innerhalb von zwei Stunden unter Leitung der Lehrerinnen Antje Reimann und Sofie Espenhahn von Achtklässlern der Oberschule Nord im Gördenwald gepflanzt. „In etwa acht Jahren werden sie gut zwei Meter hoch sein“, weiß der Stadtförster Thomas Meier. Die Lebensdauer dieser Bäume beträgt etwa 400 bis 600 Jahre. Nach etwa 180 Jahren sind die Bäume allerdings schon so dick, dass wertvolles Stammholz eingeschlagen werden kann. Einen finanziellen Gewinn können somit erst spätere Generationen aus dieser Anpflanzung ziehen. In dieser Zeit speichert diese Baumart, die als Hoffnungsträger für einen klimastabilen Wald gilt, jedoch eine sehr große Menge an CO2.
Anzeige
Die hiesige Stadtforst steht in diesem Jahr unter zeitlichem Druck, da der Frost lange keine Anpflanzungen zuließ. Ziel ist es etwa 140.000 Bäume auf 20 Hektar anzupflanzen. Neben Traubeneichen werden auch Hainbuchen und Linden in den Boden gebracht. Insgesamt verfügt die Stadt Brandenburg über 3300 Hektar Wald. Nur die Kommunen Fürstenwalde und Templin haben im Land Brandenburg mehr Wald. Übrigens verfügt das Domstift über 1935 Hektar. Somit ist es der älteste und zugleich größte kirchliche Waldbesitzer im Land Brandenburg.
Die Fläche am Johannisburger Anger wies bis vor einigen Jahren noch überwiegend Kiefern auf. „Durch die heißen Sommer 2018 und 2019 wurden die Bäume jedoch stark angegriffen“, verrät Thomas Meier. So seien sie in den vergangenen Jahren gefällt worden. Mit Kaltblütern aus Sachsen-Anhalt und einem Forstpflug wurde anschließend die Fläche bearbeitet. Nur einige Meter entfernt sollen übrigens auch Eichen sprießen. Dort wurden von Schülern des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Eicheln in Größenordnung gesammelt und anschließend von Waldarbeitern in den Boden eingesät, die hoffentlich sprießen werden.
Die Waldarbeiter werden die Flächen im Auge behalten und Bedrängerwuchs regelmäßig entfernen. „In etwa 40 Jahren werden unsere Nachfolger den dann schon stattlichen Wald sicherlich durchforsten, um Platz für die immer größer werdenden Bäume zu schaffen“, weiß Thomas Meier.