Die Stadt Brandenburg an der Havel hat den bestehenden Vertrag mit dem Tierschutzverein Brandenburg an der Havel über die Aufnahme und Versorgung von Fund- und Verwahrtieren zum heutigen 1. April gekündigt. Nach Angaben der Stadtverwaltung war der Vertrag finanziell nicht mehr ausreichend und eine rechtssichere Anpassung auf anderem Wege nicht möglich.
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Durch die Kündigung soll nun der Weg für eine Neuausschreibung der Leistungen geebnet werden. Ziel ist, die Unterbringung und Pflege von Fund- und Verwahrtieren künftig auf eine tragfähige finanzielle Grundlage zu stellen. Die Ausschreibung soll zeitnah erfolgen, ein neuer Vertrag soll zum 1. Juli 2026 in Kraft treten.
Oberbürgermeister Daniel Keip erklärt: "Die Entscheidung zur Kündigung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, um eine rechtssichere und gleichzeitig auskömmliche Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Unser ausdrückliches Ziel ist es, die wichtige Arbeit im Tierheim nachhaltig zu sichern und die Leistungen so zu vergüten, wie sie es verdienen."
Auch die Vereinsvorsitzende Edda Kaßau sieht in der Kündigung einen Schritt hin zu stabileren Rahmenbedingungen: "Wir wissen, dass die Kündigung notwendig ist, um die Arbeit des Tierheims langfristig zu sichern. Uns ist wichtig, dass die Versorgung der Tiere auf einem stabilen Fundament steht und die Leistungen unserer Ehrenamtlichen anerkannt werden. Für uns im Tierheim steht das Wohl der Tiere immer an erster Stelle. Wenn die neuen Rahmenbedingungen dazu beitragen, unsere Arbeit noch besser und verlässlicher leisten zu können, ist das ein wichtiger Schritt."
Stadt und Tierschutzverein betonten, dass die Entscheidung kein Ausdruck von Misstrauen sei. In den vergangenen Wochen habe es deutliche Fortschritte gegeben – unter anderem bei der neuen Betriebserlaubnis des Tierheims, der Liegenschaftsfrage in der Caasmannstraße und der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Beide Seiten wollen die gemeinsamen Gespräche zur künftigen Ausgestaltung der Arbeit im Sinne des Tierwohls fortsetzen.