Das Feldartillerie-Regiment „Generalfeldzeugmeister“ (1. Brandenburgisches) Nr. 3 verlor im Dänischen Krieg im Jahre 1864 gerade einmal einen Offizier, einen Unteroffizier und zwei Mann. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starben fünf Offiziere, elf Unteroffiziere und 58 Mann. Doch im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 fielen dann in verschiedenen Schlachten immerhin 1141 Artilleristen. Auch wegen dieser hohen Zahl wurde am 26. September 1920 in der Grabenpromenade ein Denkmal für die gefallenen Brandenburger Artilleristen eingeweiht.
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Der tempelartige Quader ist auf der dortigen Schillerinsel aber heute nicht mehr zu finden, wurde das recht schlichte Denkmal nach dem 2. Weltkrieg auf Befehl der Besatzungsmächte geschliffen. Heute steht auf dieser Fläche, die damals extra begradigt und vom hiesigen Stadtgartendirektor beplant worden war, das Denkmal für den deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe.
Die Überlebenden des Regiments gaben das schlichte Denkmal bei der in der Kirchhofstraße ansässigen Stein- und Bildhauerei C.A. Betge in Auftrag. Der Quader aus Sandstein mit einem Eisernen Kreuz im oberen Teil erhielt die Inschrift: „Den im Weltkrieg gefallenen Kameraden des Feldartillerie-Regiments Generalfeldzeugmeister (1. Brandenburgisches) Nr. 3 in dankbarer Erinnerung gewidmet von den Ueberlebenden des Regiments“. Erinnert wurde an 45 Offiziere sowie 1096 Unteroffiziere und Mannschaften.
Untergebracht war das Artillerie-Regiment ab 1898 auf der stadtauswärts rechten Seite der Magdeburger Straße, wo bis 1915 gleich mehrere große Kasernenbauten entstanden waren. Dazu gehörte auch das Offizierskasino Magdeburger/Ecke Fouquestraße. Die Fouquestraße hieß damals kurzfristig sogar Artilleriestraße. Ein zweiter Kasernenstandort befand sich in der heutigen Karl-Liebknecht-Straße, wobei einige Gebäude heute noch, stark verändert, vorhanden sind.
Die Enthüllungsfeier begann am 26. September 1920 um 11 Uhr. Neben dem General von Rosenberg, der von den Brandenburger Kanonieren sprach, und dem Divisionspfarrer Otto ergriff auch Oberbürgermeister Walther Ausländer das Wort. Er versprach, das Denkmal, an dem zahlreiche Kränze niedergelegt worden waren, in die Obhut der Stadt zu nehmen. Bei einer anschließenden Feier im Saal des Altstädtischen Rathauses wurde bei einem Umtrunk der gefallenen Artilleristen gedacht.