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Großbaustelle Altstadt Bahnhof: Los geht’s mit der kleinsten Brücke!

Aus der Stadt
  • Erstellt: 16.04.2026 / 08:01 Uhr von rb
Lange haben die Brandenburger darauf warten müssen, dass der Neubau der Brücke am Altstadt Bahnhof endlich in Angriff genommen wird. Seit einigen Wochen bewegt sich dort inzwischen eine ganze Menge und das am deutlichsten sichtbar auf der Seite der Magdeburger Straße. Die aufgehäuften Erdhügel und die abgetragenen Betonreste des alten Widerlagers dort sind verschwunden. Auch die ehemalige Rampe aus Richtung der Zanderstraße ist komplett verschwunden und stattdessen sind schon die ersten Elemente der neuen Durchfahrt unter der künftigen Südrampe zu erkennen.
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Insgesamt wird das neue Gesamtbauwerk einmal 7 Brücken haben. Das sind jeweils zwei große Brücken in jede Fahrtrichtung und die beiden Brücken für die Straßenbahn sowie eben die kleine Brücke für die Durchfahrt an der Südrampe, wie die Fachleute die Rampe auf der Seite der Zanderstraße bezeichnen. Gerade mit dieser kleineren Brücke wurde begonnen. Das hängt mit vielen Faktoren zusammen.

Gleichzeitig mit dem Betonieren dieser Brücke werden die Stützwände für die Rampe vorbereitet. Bereits fertig sind die Fundamente dafür auf der Seite zur Zanderstraße, denn hier wird es künftig keinen aufgeschütteten Wall mehr geben sondern eine Betonwand. Das hängt auch mit der künftigen Führung der neuen Zanderstraße sowie mit den dort entstehenden Rad- und Fußwegen zusammen, die sich, in Fahrtrichtung gesehen, etwas weiter nach rechts verschieben. Ebenso ist deutlich zu erkennen, dass die Durchfahrt weiter an die künftige große Brücke herangerückt ist.

Das sind die Bauarbeiten, die man im Vorbeifahren teils auch gut verfolgen kann. Damit aber nicht genug. Auf der gegenüberliegenden Seite ist bereits das Fundament für die neue Nordkurve betoniert. Das Fundament schließt bereits an den alten Baubestand der Auffahrt der Magdeburger Straße an, wo künftig das alte Bauwerk und das Neue miteinander verbunden werden. Im Fundament ist ebenfalls bereits die Bewehrung für die dort zu bauende Stützwand verankert.

Vorbereitet ist außerdem die künftige Trassenführung von der Kreuzung Zander- und Spittastraße, von der aus es dann künftig rechts ab über die Nordrampe auf die Brücke in Richtung Quenz gehen wird. Mit der Nordrampe schon jetzt zu beginnen hat sich logistisch als besser erwiesen, da man gleich übriggebliebene Erdmassen dort schon einbauen kann. Die stammen noch aus dem Abbruch.

Allerdings sind die gesamten Bauarbeiten nicht ganz leicht zu bewältigen. Auf der gesamten Baustelle und in dem Bereich, wo früher die Kaserne der sowjetischen Truppen war, sind bis heute noch viele alte Relikte aus dieser Zeit zu finden. Auch wenn nach der Wende die Gebäude abgerissen wurde, hatte man das nicht wirklich richtig gemacht und im Boden sind noch Überreste, auf welche die Bauarbeiter immer wieder stoßen.

Aber nicht nur das. Der Munitionsbergungsdienst ist täglicher Begleiter bei allen Arbeiten. „Es wurde an einigen Stellen bei der Nordrampe Munition gefunden, was die Sache nun nicht leichter gemacht hat und ein Stück weit auch mehr erschwert und kostspieliger. Wir mussten dort den Munitionsbergungsdienst massiv einsetzen“, erläutert Torsten Klaehn, vom Landesbetrieb Straßenwesen des Landes Brandenburg (LS).

Das Schwierige hier war zudem, dass aufgrund des vielen Metalls im Boden nicht einfach mit einer Sonde die mögliche Munition gefunden werden konnte. Der Boden musste schichtenweise abgetragen werden, um dann vom Bergungsdienst die Munitionsfreigabe zu bekommen. Gleichzeitig wurde ein ehemaliger Bunker gefunden, der ebenfalls aus der Zeit der Stationierung der sowjetischen Truppen stammen könnte. Hier wird mit dem Denkmalschutz zusammengearbeitet, um Genaueres herauszufinden.

Eher unbemerkt laufen inzwischen auch auf der anderen Seite und in der Nähe der Gleise Arbeiten. Hier wurden bereits erste Vorbereitungen für den Bau der künftigen Widerlager getroffen. Zudem wird seit dieser Woche die Fahrbahn der Rampe auf der Seite der Magdeburger Landstraße entnommen. Hier kann es im Tagesverlauf durch die Baufahrzeuge zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen, aber auch zu Lärmbelästigungen, kommen. Anwohner weisen hier daraufhin, dass am unteren Ende der Straße viele Schüler die Straße kreuzen, da sie von der Grundschule zum Hort laufen. Eltern sollten hier ihre Kinder über die veränderte Verkehrssituation informieren, damit diese den Verkehr gut im Blick behalten.

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