Wolfgang Zuckschwerdt ist tot. Der einstige Judoka und spätere Judo- und Sumo-Macher starb gestern nach schwerer Krankheit und damit kurz vor seinem 77. Geburtstag. Er war zweifacher Vize-Europameister, WM-Bronzemedaillengewinner und siebenfacher DDR-Meister im Judo-Schwergewicht bzw. in der offenen Klasse. Zweimal verpasste er knapp den Olympiastart. Der Polizeioberkommissar im Ruhestand mit dem 7. Judo- und dem 5. Sumo-Dan war hauptamtlicher Trainer bei der hiesigen PSG Dynamo und gut 20 Jahre Chef der sehr erfolgreich in der 1. Judo-Frauen-Bundesliga kämpfenden Brandenburger Frauenmannschaft.
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Und vor allem Coach von Sandra Köppen, die er dreimal zu Olympia führte. Danach wechselten beide zum Sumo-Ringen. Wolfgang Zuckschwerdt heiratete schließlich im Jahre 2006 seinen Zögling. Beide haben seit 2005 die gemeinsame Tochter Marie-Luis, die als Sumo-Ringerin in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten ist. Aus erster Ehe stammen die hiesige Druckerei-Besitzerin Susanne Zuckschwerdt und ihr Bruder Christian.
Die Familie lebte seit über 20 Jahren auf dem Ulmen-Hof der Familie Köppen in Schenkenberg. Von dort führte der ruhige und besonnene Sportfunktionär seitdem die Geschäfte des Deutschen Sumo-Bundes und des Brandenburgischen Sumo-Verbandes. Und er managte natürlich auch die Geschäfte seines eigenen Vereins, der PSG Dynamo Brandenburg-Mitte. Für den Verein ist sein Tod der nächste Schlag, nachdem der Vorsitzende Detlef Grohmann vor kurzem überraschend gestorben war.
Die vergangenen Wochen verbrachte Wolfgang Zuckschwerdt im Universitäts-Klinikum. Die Vorbereitungen für den Roland-Cup lasteten somit auf den Schultern von Sandra Köppen-Zuckschwerdt. Dieses internationale Turnier findet am 9. Mai in der Wiesenweg-Sporthalle statt. Sandra Köppen-Zuckschwerdt wünscht sich, dass es dabei nicht so sehr um das Abschiednehmen, sondern um den Sport geht. Das hätte auch Wolfgang Zuckschwerdt so gewollt.