Zwischen Göttin und Paterdamm lag früher das Vorwerk Rosdunk. Heute sind dort nur noch Reste des einstigen Brunnens zu erkennen. Und man kann zumindest erahnen, wo einst das Wohnhaus stand. Der Name blieb jedoch bis heute erhalten. Denn das 96,54 Hektar große Naturschutzgebiet, das im Jahre 1995 beschlossen wurde, heißt seitdem „Bruchwald Rosdunk“. Erstmals erwähnt wurde der Ort erstmals im Jahre 1781 als „Der Goettinsche und Schmertckesche RossTunck“. „Der Reckahner Gutsherr Harry Rochow soll vor 1945 die Bewohner des Vorwerkes rausgescheucht und dann vom Fenster aus gejagt haben“, weiß Frank Brekow zu berichten.
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Die Geschichte ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Schließlich gehörte den Rochows das Vorwerk. Das wurde wohl erst nach dem Tode des Schulreformers Friedrich Eberhard von Rochow angelegt. Der war 1805 kinderlos gestorben und sein Erbe ging an fünf verschiedene Rochows. Der neue Reckahner Gutsherr wird das Vorwerk wohl nach den Befreiungskriegen, also um 1813, angelegt haben. Im Jahre 1837 gab es hier auf jeden Fall schon acht Einwohner.
Wahrscheinlich wurden im Vorwerk Rosdunk Schafe gehalten, die man wegen der Geruchsbelästigung nicht in der Nähe eines Dorfes haben wollte. Für 1858 sind ein Wohnhaus und drei Wirtschaftsgebäude als Vorwerk nachgewiesen, das zum Gut Göttin gehörte. In der Regel lebten hier zwei Ehepaare mit Kindern sowie ein Knecht oder auch eine Magd. Daher schwanken die Einwohnerzahlen zwischen sieben und elf. Um 1945 wurde das Vorwerk wohl nicht mehr aktiv bewirtschaftet, wurde das Haus nur noch zum Wohnen genutzt. Das letzte Ehepaar zog um 1950 nach Göttin um. Seit nunmehr 75 Jahren ist der Ort nun wüst.
Das Vorwerk blieb nun sich selbst überlassen. Nach und nach verschwanden Steine, Fenster und Türen. „Die LPG-Waage wurde mit diesen Steinen gebaut“, weiß Frank Brekow von seinem Opa. Spätestens 1965 war alles bis auf den Sockel des Steinhauses weg, der verschwand dann in den 1970er Jahren.